Sonnabend, 12. April 2014

Weg mit den Blumen!

Von: Markus // Kategorie: Berlin, Politik // 11:37 Uhr

Eigentlich sieht das doch ganz hübsch aus:

Diese Gestaltung der Baumscheiben in der Schwartzkopffstraße ist dem Grünflächenamt in Mitte aber offenbar ein Dorn im Auge, wie folgende Aushänge erkennen lassen:

Worin die erhöhte Unfallgefahr gegenüber vom Bezirksamt geduldeten Pflanzkübeln bestehen soll, ist mir nicht ersichtlich. Vielleicht stört es einfach, daß die Bürger die Sache selber in die Hand nehmen und nicht brav warten, bis ihnen ein Quartiersmanagement den behördlich gelenkten Segen bringt?

In der Schwartzkopffstraße ist hingegen wahrscheinlich geplant, anschließend die Baumscheiben vom Grünflächenamt nach dem Vorbild der Pflugstraße gestalten zu lassen:

Donnerstag, 20. Februar 2014

Kinder bei der Deutschen Bahn offenbar unerwünscht

Von: Markus // Kategorie: Politik, Verkehr // 11:30 Uhr

Die Meldungen zum neuen ICE der Deutschen Bahn sind widersprüchlich.

Laut Tagesspiegel gibt es dort gar kein Kleinkindabteil: “An einfache Dinge wie ein Kinderabteil hat dagegen niemand gedacht.”

Die Süddeutsche hingegen berichtet: “Neues gibt es auch für Eltern mit Kleinkindern. Es gibt ein Abteil mit acht Plätzen (bisher sechs). Zuschauer beim Wickeln und Stillen inbegriffen. Denn fast jeder Passagier, der aus der zweiten Klasse ins Bord-Bistro möchte, muss sich seinen Weg zukünftig durchs Kleinkindabteil bahnen.”

Was nun auch richtig sein mag: An der Beförderung von Kindern ist die Deutsche Bahn offenbar nicht interessiert. Kein Wunder, sie zahlen in Begleitung ihrer Eltern ja auch nichts. Da muß sich bemühen, daß möglichst wenig Eltern mit Kindern fahren. So ist im ICE 1 kein Platz für Kinderwagen im Abteil, im Neige-ICE muß man vom Kleinkindabteil bis zur Toilette mit Wickeltisch durch drei ganze Waggons hindurch, und jetzt will man sie offenbar durch das gänzliche Fehlen eines Kleinkindabteiles abschrecken oder zumindest dafür sorgen, daß die Fahrgäste, die von der zweiten Klasse in den Speisewagen wollen bzw. von dort zurückkommen, regelmäßig schlafende Kinder aufwecken.

Brauchbar ist im übrigen eigentlich nur das Kleinkindabteil im ICE 2 mit acht Plätzen und Raum für zwei Kinderwagen.

Montag, 30. Dezember 2013

Onkel Otto (173)

Von: Markus // Kategorie: Familienforschung Röhling // 15:55 Uhr

Heute jährt sich zum 173. Male der Geburtstag von Otto Wenzel. Leider fehlt mir die Zeit, dieses blog durch eine neue Quelle zu Onkel Ottos Leben zu bereichern, aber selbstverständlich werden wir wie jedes Jahr den Geburtstag in festlicher Runde begehen.

Sonntag, 24. November 2013

Service

Von: Markus // Kategorie: Berlin, Brandenburg, Verkehr // 20:32 Uhr

Früher gab es an den Bahnhöfen Nordbahnhof und Gesundbrunnen Verkaufsstellen der S-Bahn. Heutzutage gibt es dort “DB-Service-Stores”. Als unbedarfter Bahnfahrer denkt man dabei eigentlich an etwas Positives. Das ist aber offenbar etwas naiv.

Am letzten Mittwoch wollte ich nach Zehdenick fahren. Als ich in Gesundbrunnen ankam, erfuhr ich, daß wegen eines Bombenfundes in Oranienburg der Verkehr von Regional- und S-Bahn unterbrochen sei. Da ich dadurch nicht mehr rechtzeitig nach Zehdenick gekommen wäre, brach ich meine Reise ab. Wie nun die Fahrkarte zurückgeben?

Da mußte ich dann erfahren, daß man in einem Service-Store keine Fahrkarten zurückgeben kann, sondern nur in einer S-Bahn-Verkaufsstelle. Also eine ganz neuartige Interpretation des Service-Gedankens durch die Deutsche Bahn. Es gibt zwar Brötchen und Zeitschriften, aber Fahrkarten kann man nicht zurückgeben.

Donnerstag, 3. Oktober 2013

3. Oktober

Von: Markus // Kategorie: Dies und das, Politik // 20:38 Uhr

Ich denke immer, Helmut Kohl habe den 3. Oktober als Nationalfeiertag gewählt, weil an diesem Tage überhaupt kein bemerkenswertes Ereignis der deutschen Geschichte stattgefunden habe.

Ganz richtig ist das allerdings nicht, denn heute vor 200 Jahren, am 3. Oktober 1813, fand die Schlacht bei Wartenburg statt, bei denen den Preußen unter Yorck der Übergang über die Elbe gelang. In der Folge konnte dann Napoleon bei Leipzig eingeschlossen werden.

Freitag, 27. September 2013

Im Tode getrennt

Von: Markus // Kategorie: Berlin, Familienforschung allgemein, Friedhöfe // 09:07 Uhr

In den letzten Wochen wurden auf dem Domkirchhof in der Liesenstraße etliche Kriegstote exhumiert und in einer Sammelgrabstätte wieder beigesetzt. Das ist für den Staat billiger als die Pflege der Einzelgräber.

Im Hintergrund ist ein Massengrab aus dem Frühjahr 1945 zu sehen, an das schon länger folgende Tafel erinnerte:

Man kann sich allerdings fragen, ob diese Umbettungen immer im Sinne der Angehörigen sind. Hier jedenfalls begrub jemand seine drei Kinder in den Jahren 1945 (Gerhard Weisskopf), 1946 (Johanna Weisskopf) und 1947 (Friedrich Weisskopf) zusammen in einer Grabstätte:

Der gefallene Sohn wurde nun umgebettet, seine Geschwister blieben offensichtlich in der Grabstätte zurück.

Andere Gräber sind nun leer, wie das von Gustav Schüßler:

Andere durften im Kreise der Familie bleiben (Frieda und Charlotte Hallmann):

Sonnabend, 31. August 2013

Stillgelegt

Von: Markus // Kategorie: Berlin, Politik, Verkehr // 12:55 Uhr

Seit Montag ist die Kreuzung Chausseestraße/ Invalidenstraße (oben der Blick Richtung Norden) durch Baumaßnahmen blockiert und damit auch die Straßenbahnstrecke nördlich der Invalidenstraße stillgelegt, das Berliner Straßenbahnnetz somit um 1 Kilometer kürzer geworden. Zwar soll irgendwann dann die 1,7 Kilometer lange Strecke von der Chausseestraße bis Alt Moabit fertiggestellt werden, aber summa summarum ergibt das nur einen Zuwachs von 700 Metern. Die Verlängerung zur Turmstraße und darüber hinaus steht in den Sternen.

Es irritiert mich etwas, daß immer wieder von 2,4 Kilometern neuer Strecke die Rede ist (z.B. in diesem Artikel des Tagesspiegel). Ich messe auf dem Stadtplan zwischen Chausseestraße und der Ecke Invalidenstraße/ Alt Moabit nur 1,7 Kilometer.

Die Strecke von der Invalidenstraße zur Schwarzkopffstraße wäre eigentlich ein guter Ansatzpunkt für zukünftige Streckenverlängerungen gen Norden gewesen. Außerdem wurde sie von vielen älteren Menschen für den Weg in die Stadt oder umgekehrt zum Besuch der Friedhöfe in der Liesenstraße benutzt. Schade, daß man sie stillgelegt hat. Denn drei Straßenbahnlinien zwischen Chausseestraße und Alt Moabit sind eigentlich überflüssig. Da hätte ruhig eine Linie weiter nach Norden fahren können.

Sonntag, 28. Juli 2013

Tarator

Von: Markus // Kategorie: Dies und das, Familienforschung Röhling // 12:58 Uhr

Wer es dieser Tage auch als recht heiß empfindet, dem sei Tarator empfohlen, eine bulgarische Gurkensuppe, hier nach einem Rezept von Tante Renate in Erfurt:

Zutaten: 1 l Yoghurt, 1/4 l Milch, 1/8 l Öl (kann wegbleiben), 1 TL Salz, 1 TL Pfeffer, 2–3 Knoblauchzehen, 1 große Gurke, 1 EL Dill oder Schnittlauch, Walnußkerne (etwas zerkleinert).

Zubereitung: Gurke grob raspeln o. würfeln, Salz, Pfeffer, Knoblauch u. Grünes zugeben und mit dem Yoghurt bedecken.

12 Std. im Kühlschrank ziehen lassen, vor dem Servieren mit Milch und evtl. Öl verrühren, abschmecken, kühl servieren, nach Wunsch mit Walnüsssen.

Ich bevorzuge Schnittlauch und nehme gern etwas mehr Knoblauch.

Freitag, 28. Juni 2013

Scharnhorst

Von: Markus // Kategorie: Berlin, Familienforschung Röhling, Politik, Friedhöfe // 22:27 Uhr

Der heutige 200. Todestag Scharnhorst bot u.a. dem Bundesverteidigungsminister Gelegenheit, einen Kranz an seinem Grabmal auf dem Invalidenfriedhof niederzulegen:

Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Gkockenturm eingeweiht, der eine Glocke aus der 1967 gesprengten Gnadenkirche trägt. Über die Ästhetik mag man streiten, aber die Glocke hat einen schönen Klang.

Auf dem obigen Bild befindet sich übrigens in der rechten unteren Ecke das Grab meines Urgroßonkels Emil Wenzel und seiner Frau Agnes geb. Niesemann. Eine Grabstätte ist nicht mehr vorhanden.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Eine Gretchen-Dutschke-Klotz-und-Rudi-Dutschke-Straße …

Von: Markus // Kategorie: Berlin, Politik // 23:12 Uhr

… gibt es in Berlin nicht, dafür aber seit kurzem einen Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz. Hier wird offenbar mit zweierlei Maß gemessen.

Leider nimmt sich Bündnis 90/ Die Grünen gegenüber der heute 150 Jahre gewordenen SPD doch mitunter noch recht infantil aus, um es einmal vorsichtiger als Götz Aly in der Berliner Zeitung auszudrücken. Die SPD hat allerdings auch zugestimmt.

Was das heutige Jubiläum angeht, so möchte ich an Onkel Otto Wenzel erinnern, den “Zeitgenossen Lasalles”, wie sich Monty Jacobs ausdrückte.

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