La gare des aïeux

Ein Netztagebuch zu Familienforschung, Verkehr und allem anderen

Prora ist richtig schön dagegen …

Sonntag, 28. April 2013 11:05 am

… sagte meine Begleiterin, als wir im März an der Panke entlang des neuen BND-Gebäudes spazierten:

Da kann man ihr nur recht geben. Auch die künstlichen Palmen ändern daran nichts. Wahrscheinlich sollen sie Kunst sein. Auf der Vorderseite des Gebäudes zur Chausseestraße steht ein verrostetes Gebilde, vermutlich ebenfalls Kunst. Es könnte einen stilisierten Schlapphut darstellen.

Abgelegt unter: Berlin, Pommern, Politik
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Stéphane Hessel est mort

Donnerstag, 7. März 2013 9:08 pm

Aujourd’hui, après une cérémonie d’honneurs militaires aux Invalides, Stéphane Hessel, décédé à Paris le 27 février 2013, a été inhumé au Cimitière Montparnasse. Les nécrologies sont nombreux, mais je veux attirer l’attention à un entretien du décembre 2012 avec Hessel, sur le site de Deutschlandradio Kultur (fichier mp3), dans lequel il a dit: “Jetzt kommt bald der Tod, und ich empfinde ihn als ein gutes Ende eines langen Lebens.”

D’ailleurs, dans mon blog ne figure pas seulement Stéphane Hessel, mais aussi son père Franz Hessel et sa mère Helen Hessel née Grund.

Abgelegt unter: Berlin, Politik, Friedhöfe
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Der Siebenjährige Krieg (XII)

Freitag, 15. Februar 2013 5:14 pm

Leider ist mein Plan, den Siebenjährigen Krieg 250 Jahre später in meinem blog zu begleiten, irgendwann im Sande verlaufen. Es sei aber doch daran erinnert, daß dieser Krieg heute vor 260 Jahren mit dem Frieden von Hubertusburg zu Ende ging.

Die elf vorangegangenen Beiträge findet man hier: http://www.markus-roehling.eu/index.php?s=Der+Siebenj%E4hrige+Krieg

Abgelegt unter: Dies und das
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Abrißarbeiten

Montag, 7. Januar 2013 1:13 pm

Die Abrißarbeiten am mittelalterlichen Berliner Rathaus haben jetzt begonnen:

Hier kann man den Einsatz des Preßlufthammers auch im Film sehen.

Merke: Wenn man in Berlin schon keinen Flughafen bauen kann, so schafft man es doch immerhin eines der bedeutendsten erhaltenen Zeugnisse der mittelalterlichen Stadtgeschichte abzureißen.

Und das allers wegen einer vollkommen überflüssigen U-Bahn-Linie, die in einigen hundert Metern Abstand zur S-Bahn verläuft. Und, das bleibt festzuhalten, nur deswegen, weil man nicht bereit ist, dem Autoverkehr auf der vollkommen überdimensionierten Spandauer Straße ein wenig Platz wegzunehmen.

Abgelegt unter: Berlin, Politik, Verkehr
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Onkel Otto (172)

Sonntag, 30. Dezember 2012 12:16 pm

Anläßlich des heutigen 172ten Geburtstages von Onkel Otto bringe ich hier einen Geburtstagsbrief meines Ururgroßvaters Eugen Wenzel (1803–1866) an seinen Sohn Otto, der damals in Greifswald studierte.

Ich befürchte, daß die Handschrift meines Ururgroßvaters, die oben auf der ersten Seite des insgesamt vierseitigen Briefes zu sehen ist, einigen Schwierigkeiten bei der Entzifferung bereiten könnte. Ich bringe daher den vollständigen Brief in Transkription:

Mein Geliebter Otto

So wie Du zum erstenmal das Weihnachtsfest getrennt von Deinen Angehörigen verlebt hast so ist es auch Dein erster Geburtstag den Du außer dem Familienkreise zubringst. Unsere Glückwünsche zu Deinem neuen Lebensjahre können Dir daher nur brieflich zu Theil werden. Ich wünsche daß Du Dein neues Lebensjahr froh und heiter antreten magst und daß Dir der Freuden viel bei einer festen Gesundheit zu Theil werden mögen. Leider ersahen wir aus Deinem letzten Briefe daß Du bei dessen Übersendung Deine Dir überschickten Weihnachtsgeschenke noch nicht erhalten hattest. Hoffentlich sind dieselben noch zur rechten Zeit angekommen. Dein Brief ging erst am zweiten Weihnachtsfeiertage bei uns ein und kamen die Spickgänse noch einer solchen Zeit an daß wir von denselben bei unserm Mittagsessen von denselben noch einen Gebrauch machen konnten. Die Weihnachtsfeiertage haben wir so erlebt wie ich Dir mitgetheilt habe. Es wurde bei dem Gläserklange der Abwesenden gedacht und mithin auch Dir mit dem Wunsche vergnügter Feiertage ein Lebehoch gebracht. Gerne hätte ich Dir für die Ausgabe welche Du durch den Ankauf der Spickgänse gehabt hast eine Vergütigung zukommen lassen. Leider ist aber meine Casse durch die vielen Weihnachtsausgaben so erschöpft daß ich hierzu für jetzt außer Stande bin. Von Max und Adelheid haben wir noch keine Nachricht. Daß der Erstere die Weihnachtsfeiertage in Thorn zubringen wird bezweifeln wir da die Reise mit zu vielen Costen verbunden ist und er sich nicht im Besitze der erforderlichen Geldmittel befinden wird. Auf Adelheids Brief warten wir mit größter Spannung wie sie uns in ihrem letzten Briefe schrieb stand kurz vor Weihnachten eine allgemeine Prüfung bevor welche über das Verbleiben der aufgenommenen Zöglinge in der Anstalt entscheidend war. Ich befürchte daß sie um diese Prüfung zu bestehen sie sich auf Costen ihrer Gesundheit zu sehr angestrengt hat. Kontzes haben Besuch von Adolph jedoch ist während seiner Anwesenheit weder bei uns noch bei Kontzes eine Whistpartie gemacht worden. Mit den Glückwünschen zu Deinem Geburtstage verbindet die Glückwünsche zu dem Neuenjahre Dein Dich liebender Vater Wenzel.

Sorau den 28ten December 1860.

Bei dem im Brief genannten Sohne Max handelt es sich um meinen Urgroßonkel Max Wenzel, bei Adelheid um meine Urgroßmutter (später verehelichte Röhling, 1842–1874).

Abgelegt unter: Familienforschung Röhling
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Vor dem Sturm

Montag, 24. Dezember 2012 3:04 pm

“Vor dem Sturm. Roman aus dem Winter 1812 auf 13″, Fontanes erster Roman, beginnt am Heiligen Abend 1812, also vor genau 200 Jahren, in der Berliner Klosterstraße und sei hiermit zur Lektüre empfohlen.

Anschließend lese man Fontanes letzten Roman, den “Stechlin”. Man wird viele Ähnlichkeiten feststellen, aber ebenso die Entwicklung eines Schriftstellers ablesen können, nicht nur am Umfang. Den über 700 Seiten von “Vor dem Sturm” stehen nur knapp 400 Seiten des “Stechlin” gegenüber. Aber trotz mancher Längen ist auch “Vor dem Sturm” lesenswert.

Abgelegt unter: Berlin, Brandenburg
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Stollenrezepte (II)

Mittwoch, 28. November 2012 11:05 am

2007 war mein Stollenrezept verschwunden und ich konnte keinen Stollen backen. 2008 hatte ich dann ich dann hier zwei Stollenrezepte meiner Großmutter Selma Karbe geb. Peters mitgeteilt. Letztes Jahr (2011) tauchte dann wieder der Zettel auf, auf dem mir vor etlichen Jahren meine Mutter das Stollenrezept meiner Großmutter notiert hatte, und nach dem ich immer meine Stollen gebacken hatte. Wie sich herausstellte, handelt es sich um keines der beiden 2008 mitgeteilten Rezepte.

Da sich der diesjährige Advent nähert und ich wiederum längere Zeit nach dem letztes Jahr aufgetauchten Rezept gesucht habe, stelle ich es hier ein, damit es in Zukunft leichter auffindbar ist. Und vielleicht findet sich auch jemand, der es nachbacken möchte.

1000 gr Mehl

250 gr Zucker

340 gr Butter

100 gr Hefe (reichlich) + Pä. Trockenhefe [letzteres dürfte ein Zusatz meiner Mutter sein]

1/8 — 1/4 l Milch

1 gestrich. Teel. Salz

100 gr Zitronat

40–60 Stck. süße Mandeln (oder mehr)

500 gr Sultaninen

[Anm. meiner Mutter:] (Ich hab noch 50–100gr Orangeat dazugetan)

Meine Mutter schrieb dazu noch: Mit Vermerk von Mutti [d.i. meine Großmutter]: Nicht so fett + nicht so schwer. Das finde ich nun gar nicht, aber gerade deswegen finde ich diesen Stollen so lecker.

Nach dem Backen muß natürlich auch dieser Stollen mit Butter bepinselt und mit Puderzucker bestreut werden. Für Leute, die keine Rosinen mögen, lassen sich die Sultaninen übrigens problemlos durch Orangeat und Zitronat ersetzen.

Bei Stollen gibt es bekanntlich das Problem, daß er bei zu starker Hitze unten schon sehr dunkel wird, innen aber noch nicht durch ist. Ich backe daher bei Stufe 1, mindestens 95 min.

Abgelegt unter: Dies und das, Familienforschung Karbe
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Nochmal Gaslaternen

Freitag, 19. Oktober 2012 8:21 pm

Es gibt mal wieder (nichts) Neues zum Thema Gaslaternen, wie aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des bündnisgrünen Abgeordeneten Andreas Otto hervorgeht: http://www.parlament-berlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka17-10907.pdf

Hervorzuheben ist:

  • Der Senat hat weiterhin nicht die Frage beantwortet, wieviel die neuen Lampen verbrauchen. Er schreibt nur, wieviel sie verbrauchen würden, wenn sie gleich hell wären, tatsächlich sind sie aber heller (siehe http://www.markus-roehling.eu/?p=346 ). Interessant: In der Antwort auf die mündliche Anfrage des Abgeordneten Lehmann-Brauns wurde der Verbrauch mit 1,7 GWh angegeben (Die Gasreihenleuchten verbrauchen 48,7 GWh Ener-gie. Bei gleichem Beleuchtungsniveau verbrauchen elektrisch betriebene Leuchten nur 1,7 GWh Energie.), in der Antwort auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Otto sind es 1,4 GWh (Die Gasreihenleuchten verbrauchen 48,7 Gigawattstunden Energie pro Jahr. Bei gleichem Beleuchtungsniveau verbrauchen elektrisch betriebene Leuchten nur 1,4 Gigawattstunden im gleichen Zeitraum). Überprüfen läßt sich das nicht, weil der Senat weiterhin keine Quellen nennt.
  • Der Senat hat den thoriumdotierten Glühstrumpf erfunden. Dotiert werden Glühstrümpfe meines Wissens mit Cer, das Thorium ist für die Lichtausbeute nich entscheidend. Im übrigen gibt es auch thoriumfreie Glühstrümpfe, die sind Vattenfall wahrscheinlich zu teuer und dem Senat ist es egal.
  • Eine echte Bürgerbeteiligung findet nicht statt, es soll lediglich eine Scheinbeteiligung erfolgen.
Abgelegt unter: Berlin, Politik
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Menso Alting

Sonntag, 7. Oktober 2012 9:23 pm

Auch an dieser Stelle soll daran erinnert werden, daß sich heute zum 400. Mal der Todestag Menso Altings jährt. Nicht zuletzt deshalb an dieser Stelle, weil ich vor nunmehr 17 Jahren meine Magisterarbeit über das Thema “Menso Alting und die Konfessionalisierung in Ostfriesland” verfaßte. Ich schrieb damals u.a. (S. 123):

“Mit dem Tode dieses Mannes, dessen ganzes Wirken politisch relevant, aber nicht politisch motiviert war, ging ein Zeitalter zu Ende, in dem ein Stück im politischen Leben engagierter Kirche unter Gottes Wort sichtbar geworden war (und ebenso die Gefahren dieses Engagements), um abgelöst zu werden von einer Kirche, die weitgehend zur Legitimationshilfe eines materialistisch und säkular begründeten Staatswesens herabgestuft wurde.”

An das Ende meiner Arbeit (S. 128) setzte ich die Worte Eduard Meiners’ (Bd. 1 S. 476), dessen Ostfriesische Kirchengeschichte 1738/39 in Groningen in zwei Bänden erschien (Oostvrieschlands kerkelyke geschiedenisse of een historisch en oordeelkundig verhaal. Van het gene nopens het Kerkelyke in Oostvrieschlandt, en byzonder te Emden, ist voorgevallen, zedert den tydt der Hervorminge, of de Jahren 1519. en 1520. tot op den huidigen dag.):

“Is onze Alting in ‘t verdedigen van de waarheit de palen van enen behoorlyken yver wel eens te buiten gegaan, dat ik niet ontkennen will; zulx wees aan, dat hy een mensch was, en daartoe gaven die hete tyden aanleidinge. Andere grote mannen voor en na hem hebben aan dat quaat ook wel eens gehinkt, schon men hun daarom den behoorlyken roem niet kan noch mag onttrekken.”

Heute wurde in Emden die Ausstellung “Menso Alting und seine Zeit. Glaubensstreit – Freiheit – Bürgerstolz” eröffnet, leider konnte ich nicht anwesend sein. Zum Begleitprogramm gehört u.a. am 4. Dezember ein Vortrag von Dr. Kappelhoff über das Thema “Angefochtene Freiheit? Menso Alting, Emden und Ostfriesland im Zeitalter der Konfessionalisierung und der ‘Zweiten Reformation’ (1550–1620)”. Darauf bin ich schon gespannt. Vorher werde ich meine Magisterarbeit noch einma lesen.

Abgelegt unter: Dies und das, Familienforschung Peters
Posted By: Markus

Keine Lust auf Politik mehr bei der Piratenpartei

Donnerstag, 27. September 2012 3:39 pm

Auf ihren Internetseiten begründet Katja Dathe, warum sie im August ihr Mandat als Bezirksverordnete in Berlin Mitte niedergelegt hat, und versucht, ihre Lustlosigkeit mit der Begründung zu verschleiern, daß man in der BVV sowieso nichts erreichen könne, und diese daher abschaffen solle.

Ich gehe davon aus, daß die Piratenpartei nicht nur von solchen Leuten gewählt wurde, die vorher auch schon mal NPD oder etwas anderes gewählt hatten, um ihren Unmut über die herrschende Politik auszudrücken. Sondern daß es auch solche waren, die meinten, daß sich die Mitglieder der Piratenpartei in der BVV auch für die Umsetzung der von ihnen formulierten Ziele einsetzen würden. Die haben jetzt für die nächsten vier Jahre ihre Stimme verschenkt, weil Frau Dathe keine Lust mehr hat. Denn es ist niemand mehr auf der Liste, der Nachrücken könnte.

Wie zu hören war, war das Engagement von Frau Dathe, z.B. als Vorsitzende des Ausschusses für Bürgerbeteiligung, wenig ausgeprïägt. Man fragt sich daher, woher sie überhaupt beurteilen kann, daß man als Bezirksverordnete nichts erreichen kann.

Das es keinen Spaß macht und frustrierend ist, sich als Opposition mit der Hanke-Koalition aus SPD und CDU herumzuschlagen, ist klar. Aber berechtigt das, einfach keine Lust zu haben? Frau Dathe meint ja, ich meine nein. Und wenn es nur die Tatsache ist, daß man die Suppe, die man sich eingebrockt hat, auch auslöffeln muß. Ich hätte nichts dagegen einzuwenden, daß Frau Dathe ihr Mandat niederlegt, weil sie sich um Familienangehörige kümmern muß oder aus beruflichen oder persönlichen Gründen Berlin verläßt. Aber einfach nur keine Lust? Erklärt damit, daß ja sowieso alles Sch… sei?

Daß man seinen Wählern mit seiner Kandidatur etwas verspricht, zählt für Frau Dathe offenbar nicht. Sie paßt damit gut in das gängige Politikerklischee.

Auch andere Mitglieder der Piratenpartei haben offenbar wenig Lust, sich zu engagieren, und sich mit Kritik auseinanderzusetzen, wie kürzlich Christopher Lauer, der Fraktionsvorsitzende der Berliner Piratenpartei demonstrierte. Auch er erklärte laut Spiegel online, daß er keine Lust mehr gehabt hätte, weil alles kompletter Sch… gewesen sei.

Abgelegt unter: Berlin, Politik
Posted By: Markus
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