Vorfahren und Verwandte in Sternberg Nm.
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Das Städtchen Sternberg in der Neumark (poln. Torzym) war zweimal Wohnort von Vorfahren und Verwandten. Von 1871 bis 1881 wohnte dort mein Urgroßvater Albert Röhling und von 1939 bis 1945 hatte Elimar Kintzel dort die zweite Pfarrstelle inne.

Albert Röhling
Albert Röhling wurde am 26. Juli 1836 in Leipzig als Sohn des Herzoglich Sachsen-Altenburgischen Stallmeisters Albert Röhling und der Henriette Löwe geboren. Ende der 1860er Jahre heiratete er Adelheid Wenzel, geboren in Crossen a/O. am 28. September 1842. Sie war die Tochter des Justizrats Eugen Wenzel und der Emilie Billeau. Zunächst wuchs sie in Crossen auf, dann in Sorau NL., wo ihr Vater spätestens ab 1851 als Rechtsanwalt und Notar tätig war.
Wann und wo Albert Röhling und Adelheid Wenzel geheiratet haben, ist bisher unbekannt. Der erste Sohn Albert wurde am 7. August 1870 in Schönfeld Kr. Crossen a/O. geboren, wo Albert Röhling zu dieser Zeit Gutsinspektor war. 1871 kam er nach Sternberg und am 13. Mai 1872 wurde dort mein Großvater Ernst Röhling geboren, am 29. April 1873 die Tochter Frieda. Adelheid Wenzel starb schon kurze Zeit später (25. Dezember 1874) an Schwindsucht. Albert Röhling hatte in Sternberg das einige hundert Meter südwestlich der Stadt auf einer Halbinsel des Eilangsees gelegene Gut Wasserhof gepachtet. Auf dem folgenden Bild sind hinter den Bäumen am linken Rand die Gebäude der heutigen Försterei gerade noch erkennbar.

1881 mußte Albert Röhling als Domänenpächter in Sternberg Konkurs anmelden. 1884 ist er als Pächter des Vorwerkes Wilhelmswalde nachgewiesen, das zum Rittergut Auer im Kreis Mohrungen in Ostpreußen gehörte. Seit 1889 finden wir ihn als Rentier in Kötzschenbroda bei Dresden. Er starb er am 27. April 1908 im benachbarten Naundorf (Kötzschenbroda wie Naundorf gehören heute zu Radebeul). Albert Röhling hatte am 4. September 1884 in Falkenhain noch einmal geheiratet. Seine zweite Frau war seine Cousine Lucy Heßling, eine Tochter des Rittergutsbesitzers Johann August Gottfried Heßling auf Voigtshain und der Louise Löwe. Lucy Heßling starb am 27. Mai 1914 in Naundorf.
Elimar Kintzel
Elimar Kintzel wurde am 26. Juni 1908 in Spandau als Sohn des Lehrers Elimar Kintzel und der Klara Hockauff geboren. Nach dem Studium der Theologie in Berlin, Greifswald und Bethel und dem Examen vor der Prüfungskommission der Bekennenden Kirche von Berlin-Brandenburg wurde er Vikar in Lietzen Kr. Lebus. Nach dem Predigerseminar in Elberfeld wurde er Vikar in Görlsdorf. Der Ordination folgte 1939 die Übernahme der zweite Pfarrstelle in Sternberg Nm. 1939 heiratete er in Lietzen (kirchlich in Neuentempel) die aus Gunzenhausen in Mittelfranken stammende Rosl Faulstich (1910–2001; zuvor Hauslehrerin in Komturei Lietzen). Nach seiner Einberufung im Sommer 1940 kam Elimar Kintzel nur noch im Urlaub nach Sternberg. Dort wurden zwei Töchter und am 9. Januar 1945 ein Sohn Thomas geboren, der gleich nach der Geburt wieder verstarb. Rosl Faulstich verließ Sternberg am 30. Januar 1945 kurz vor der Einnahme durch die Rote Armee. Elimar Kintzel war nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft in Fischbach bei Nürnberg, Weißenburg in Bayern und Würzburg als Pfarrer tätig. In Würzburg verstarb er am 27. November 1994. Während ihrer Zeit in Sternberg bewohnte die Familie Kintzel eine Wohnung in der Bahnhofstraße.

Das Haus ist das mittlere von dreien, im Hintergrund rechts ist der Kirchturm zu erkennen.
Abgelegt unter: Brandenburg, Familienforschung Röhling, Familienforschung sonstigePosted By: Markus






