La gare des aïeux

Ein Netztagebuch zu Familienforschung, Verkehr und allem anderen

Solarkirche

Sonnabend, 22. November 2008 8:41 pm

Manchmal ergänzen sich Familienforschung und Politik ideal. So konnte ich am letzten Wochenende nicht nur an einem Treffen der Fördermitglieder der Europäischen Grünen Partei am Rande der BDK in Erfurt teilnehmen und am Sonntag mit Verwandten einen Ausflug auf den Großen Inselsberg machen, sondern auch davor und danach während eines Forschungsauftrages in Riethnordhausen die dortige Kirche mit ihrem Solardach besichtigen:

Näheres über das Solardach findet sich unter http://www.dbu.de/projekt_15504/05_db_1036.html

Abgelegt unter: Dies und das, Familienforschung allgemein, Politik
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Aus deutschen Amtsstuben (XXIX)

Montag, 22. September 2008 12:22 pm

Es gibt durchaus auch Behörden, in denen versucht wird, mit allen Mitteln Steuergelder einzusparen. Das beweist dieser Brief:

Ich hatte an das entsprechende Einwohnermeldeamt geschrieben und mein Brief war an der falschen Ecke abgestempelt. Daher hat man für die Antwort den Umschlag samt Marken einfach wiederverwendet.

Soll man das nun gut finden? Einerseits spart es Steuergelder, aber andererseits ist es verboten und wäre früher, als die Post noch eine Behörde war, wohl kaum vorgekommen.

Abgelegt unter: Dies und das, Familienforschung allgemein
Posted By: Markus

Familienforschung in Arnswalde Nm.

Sonntag, 24. August 2008 12:19 pm

Die folgenden Hinweise zur Familienforschung in Arnswalde/ Nm. entstanden im Jahre 2001 aufgrund damaliger intensiver Forschungen nach meinen Vorfahren und Verwandten in Arnswalde (Billeau, Cassner, Knorr, Krumteich, Langefeil, Retschlag (Retschlaff), Schulz, Sachrow, Sydow, Tartasky, Wenzel, etc.). Einige Details wurden später aktualisiert und ergänzt. Die folgende Fassung ist von kleinen Änderungen abgesehen mit dem bisher unter http://www.ogygia.de/orte/info-arw.htm veröffentlichten Text nach dem Stand vom 29. August 2004 identisch.

Archive

Leider ist der größte Teil der Kirchenbücher von Arnswalde bei Kriegsende vernichtet worden. Es sind aber trotzdem noch zahlreiche Quellen vorhanden, die bei der Familienforschung weiterhelfen können.

Materialien befinden sich vor allem in folgenden Archiven:

Kirchenbücher und Personenstandsregister

Erhalten sind die evangelischen Kirchenbücher 1835–1841 (Taufen), 1835–1843 (Trauungen), 1835–1842 (Beerdigungen). Diese Bücher sind vorhanden im Staatsarchiv Stettin, außerdem verfilmt von der Family History Library in Salt Lake City (Film 0887228). Auszüge sind darüber hinaus auch im IGI enthalten. Eine Liste der Heiratseinträge erhalten Sie, wenn Sie auf der Seite http://www.familysearch.org/Eng/Search/frameset_search.asp?PAGE=igi/search_IGI.asp nach der Batch-Nummer M998661 suchen. Die Taufen erhalten Sie mit der Batch-Nummer C998661 (jeweils “Germany” als Region auswählen).

Die Militärkirchenbücher des Dragoner Regimentes Nr. 3 sind erhalten für die Jahre 1772–1808 (Taufen), 1772–1805 (Heiraten) und 1784–1806 (Beerdigungen) im Geheimen Staatsarchiv in Berlin, außerdem verfilmt von der Family History Library in Salt Lake City (Film 1270905).

Die jüdischen Personenstandsregister sind erhalten für die Jahre 1779–1812 (Geburten) und 1791–1812 (Beerdigungen), und zwar im Bundesarchiv in Koblenz, außerdem verfilmt von der Family History Library in Salt Lake City (Film 1184377 Items 2–3). Für die Jahre 1847–1853 ist im Geheimen Staatsarchiv(?) die Matrikel der Gemeinde in Friedeberg enthalten, die auch Arnswalde erfaßt, außerdem verfilmt von der Family History Library in Salt Lake City (Film 544649).

Grundbücher

Im Staatsarchiv Stettin befindet sich der Bestand Nr. 146 Amtsgericht Arnswalde (S?d obwodowy Choszczno; 42 AE, 3,30 lfm, 1638–1942). Hieraus sind zu erwähnen die Hypothekenbücher. Es gibt eine ganze Reihe von Bänden aus dem Zeitraum von 1776 bis nach 1850, außerdem noch einen älteren Band, der kurz nach 1723 beginnt. All diese Bücher stammen aus Rep. 5A des Geheimen Staatsarchives und wurden 1938 nach Stettin abgegeben. Die Bücher von den 1850er Jahren bis 1945 wurden wahrscheinlich 1945 im Amtsgericht in Arnswalde vernichtet. Die Hypothekenbücher enthalten sämtliche Haus- und Grundstückseigentümer und die Besitzwechsel. Oft ist auch die Abstammung erkennbar und im Erbfall sind verschiedentlich sämtliche Kinder aufgeführt. Eine sehr ergiebige Quelle! Deutsches Findbuch aus der Zeit vor 1945.

Feuersozietätskataster

Im Brandenburgischen Landeshauptarchiv Potsdam gibt es z.B. in den Beständen Rep. 3 Neumärkische Kriegs- und Domänenkammer und Rep. 3B I Pol. verschiedene Feuersozietätskataster aus den Jahren  1795 bis 1832. Sie verzeichnen sämtliche Hauseigentümer mit Nachnamen und im Regelfall auch mit den Vornamen.

Impflisten

Auf eine wichtige Quelle möchte ich weiterhin aufmerksam machen, es sind dies die Impflisten für die Pockenimpfungen, die weitgehend als Ersatz für verlorengegangene Taufregister dienen können. Die Namen der Eltern sind allerdings oft nicht angegeben, sondern nur Stand und Nachname des Vaters.

Für Arnswalde sind solche Impflisten im Vorpommerschen Landesarchiv Greifswald im Bestand Rep. 38b Arnswalde unter den Nummern 177 (1810–1838), 178 (1840–1860) und 179 (1861–1877) überliefert.

Anfangs wurde diese Listen tatsächlich durch eine Aufnahme der in der Stadt lebenden Impffähigen angefertigt. Später ging man dazu über, mit Hilfe der Kirchenbücher und z.T. auch der Geburtsregister der Juden und Dissidenten ein Liste aller im Vorjahr geborenen Kinder anzulegen. Dabei wurden bereits verstorbene Kinder vermerkt und dann gemäß der Liste die Impfungen vorgenommen und deren Datum, der Erfolg der Impfung und anderes vermerkt.

Die Anlage der Listen ist nicht ganz einheitlich und verschiedene Jahre fehlen. Folgende Jahrgänge der Impflisten sind vorhanden (eine Liste enthält im allgemeinen die im vorhergehenden, z.T. auch die im gleichen oder in früheren Jahren geborenen Kinder): 1810, 1815, 1824–1833, 1835–1847, 1850–1853, 1855–1859, 1861–1865, 1867, 1869–1874. Anspruch auf unbedingte Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Angaben erhebe ich nicht. Es gibt außerdem noch vereinzelte Listen der Revacinirten, die älter als 8 Jahre waren.

In jedem Fall empfiehlt es sich, mehrere Jahrgänge durchzusehen, da Kinder nicht immer bei der ersten Gelegenheit geimpft wurden. Auch wenn der eigentlich gesuchte Jahrgang fehlt, können Kinder noch in späteren enthalten sein.Des weiteren ist auf Akten über die Cholera aufmerksam zu machen. So enthält etwa die Akte Rep. 38b Arnswalde Nr. 183 im Landesarchiv Greifswald Listen der Erkrankten und Toten während der Choleraepidemien von 1848 und 1855.

Sonstiges

Zu erwähnen sind neben vielen anderen hier ungenannten Akten noch:

  • Im Vorpommerschen Landesarchiv Greifswald Rep. 38b Arnswalde Nr. 455. Diese Akte enthält u.a. ein Verzeichnis sämtlicher Bürger (394 plus 17 neue) aus dem Jahre 1819, sortiert nach Hausnummern.
  • Im Staatsarchiv Stettin Bestand Nr. 190 Stadt Arnswalde (Akta miasta Choszczno; 508 AE, 7,80 lfm., 1611–1905). Erschlossen durch eine Findkartei mit deutschen Aktentiteln.
  • Im Staatsarchiv Stettin Bestand Nr. 237 Innungen Arnswalde (Cechy Choszczno; 138 AE, 1,45 lfm., 1534–1935). Enthält umfangreiches Material zu den Gilden der Bäcker, Dreher, Stellmacher, Zimmerleute, Böttcher, Fleischhauer, Gerber, Müller, Schneider, Schuhmacher, Tischler und Schornsteinfeger.
  • Im Staatsarchiv Stettin der Bestand Katasteramt Arnswalde.
  • Im Staatsarchiv Stettin der Bestand des Landratsamtes Arnswalde.
  • Im Staatsarchiv Stettin der Bestand des Steuerrates Arnswalde.

Zahlreiche Namen sind auch in der Literatur zu Arnswalde enthalten. Insbesondere sind diesbezüglich zu nennen:

  • Berg, Karl: Arnswalde im achtzehnten Jahrhundert. 2 Bde. Arnswalde [1922].
  • Berg, Karl: Die Einführung der Städteordnung in Arnswalde (Sonderabdruck aus der Arnswalder Zeitung). Arnswalde 1909.

Und zu guter Letzt der Hinweis auf die Neumark-Seiten bei genealogienetz.de.

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Märkische Kirchenbücher

Dienstag, 19. August 2008 1:13 pm

Vorbemerkung

Immer wieder taucht die Frage auf, wo die Kirchenbücher dieses oder jenes Ortes in der Mark Brandenburg aufbewahrt werden. Im folgenden will ich eine Übersicht geben, wie man das Vorhandensein und den Aufbewahrungsort mit einfachen Mitteln feststellen kann. Das Verfahren unterscheidet sich dabei für die links und rechts der Oder bzw. Neiße gelegenen Orte.

Der links der Oder belegene Teil des Kreises Königsberg ist dabei wie der rechts der Oder belegene Teil zu behandeln, die vorhandenen Kirchenbücher sind allerdings auch in den Bestandsverzeichnissen von Themel/ Ribbe und den Verzeichnissen des Landeskirchlichen Archivs enthalten. Die rechts der Oder belegenen Teile des Kreises Lebus (eingekircht nach Lebus) sind wie die links der Oder belegenen zu behandeln.

Orte rechts der Oder und Neiße

Hier ist das Feststellen vorhandener Kirchenbücher und von deren Aufbewahrungsort sehr einfach, da im allgemeinen ein Blick in das folgende Werk genügt (wechselnde Kirchspielzugehörigkeiten in älterer Zeit sind allerdings nicht berücksichtigt):

GRÜNEBERG, Georg: Kirchenbücher, Kirchenbuch-Duplikate und Standesamtsregister der ehemals brandenburgischen Kreise Königsberg, Soldin, Landsberg, Arnswalde, Friedeberg, Ost- und Weststernberg, Crossen, Züllichau-Schwiebus, Guben und Sorau (östl. der Neiße), Schwerin, Meseritz und Bomst. Bestandsverzeichnis 2008. Lenzen (Elbe) 2008 (= Quellen und Schriften zur Bevölkerungsgeschichte der Mark Brandenburg 11)

Orte links der Oder und Neiße

(Anmerkung: Hier nicht behandelt sind die Kirchenbücher der römisch-katholischen und anderer Kirchen. Soweit diese nicht als Duplikate an staatliche Archive gelangt sind, sollten sie sich in den zuständigen Gemeinden befinden.)

Zunächst ist festzustellen, zu welcher Kirchengemeinde der Ort zur fraglichen Zeit gehörte. Hierfür steht ein hervorragendes Hilfsmittel zur Verfügung:

Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil I Prignitz, II Ruppin, III Havelland, IV Teltow, V Zauch-Belzig, VI Barnim, VII Lebus, VIII Uckermark, IX Beeskow-Storkow, X Jüterbog-Luckenwalde, XI Orts- und Personenregister. Weimar 1962 (2. Aufl. 1997), 1970, 1972, 1976, 1977, 1980, 1983, 1986, 1989, 1992 und 1995. (= Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs/ Staatsarchivs Potsdam 3, 7, 11, 13, 14, 16, 18, 21, 25, 26 und 31)

Ergänzend hinzu kommt:

LEHMANN, Rudolf: Historisches Ortslexikon für die Niederlausitz. 2 Bde. Marburg 1979.

Ist die zuständige Kirche festgestellt, geht der nächste Griff zu:

THEMEL, Karl; RIBBE, Wolfgang: Brandenburgische Kirchenbücher. Übersicht über die Bestände der Pfarr- und Kirchenarchive in den Sprengeln Cottbus, Eberswalde und Potsdam der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg. Berlin 1986. (= Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin 53)

Hiermit kann festgestellt werden, ob für den gesuchten Zeitraum überhaupt Kirchenbücher vorhanden sind. Sind die Kirchenbücher bei Themel/ Ribbe als nicht vorhanden gekennzeichnet, so besteht für den Zeitraum 1794–1874 noch die Möglichkeit, daß Duplikate im Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam vorhanden sind. Ein gedrucktes Verzeichnis befindet sich in Vorbereitung. Allerdings sind fast alle Kirchenbuchduplikate aus Potsdam von den Mormonen verfilmt worden, so daß deren online-Katalog benutzt werden kann. Lediglich einige wenige Duplikate sind nach den in Potsdam durchgeführten Verfilmungen dorthin gelangt, v.a. aus dem Amtsgericht Wittstock. Hierüber kann nur eine Anfrage in Potsdam Auskunft geben.

Ist mit Hilfe von Themel/ Ribbe die Existenz eines Kirchenbuches für den gesuchten Zeitraum festgestellt worden, muß als nächstes überprüft werden, ob sich dieses in einem Archiv befindet. Hierfür kommen erster Linie in Frage das Evangelische Landeskirchliche Archiv in Berlin (ELAB) und das Domstiftsarchiv in Brandenburg.

Im Landeskirchlichen Archiv in Berlin befinden sich die im folgenden aufgeführten Kirchenbücher aus Berlin und Brandenburg. Die Einteilung der Kirchenkreise folgt dabei dem o.g. Verzeichnis von Themel/ Ribbe (also dem Stand vom 1. Juni 1984). Die im Landeskirchlichen Archiv verfügbaren Kirchenbücher sind in den Beiheften zum Archivbericht der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg verzeichnet. In Klammern ist jeweils die Nummer des entsprechenden Beiheftes angegeben. Sofern die Kirchenbücher nicht auf anderem Wege ins Landeskirchliche Archiv gelangt sind, sind sie auf Microfiche verfügbar, die im Zuge der seit 1991 laufenden Verfilmungsaktion angefertigt wurden.

Es sind im Landeskirchlichen Archiv verfügbar:

  • Die evangelischen Kirchenbücher des Sprengels Berlin (Beihefte Nr. 1–22; z.T. als Papierkopie). Achtung: der Sprengel Berlin ist nicht mit dem Stadtgebiet identisch, so gehören zu ihm beispielsweise auch die Kirchenkreise Königswusterhausen und Teltow.
  • Sämtliche französisch-reformierten Kirchenbücher der Mark Brandenburg (Nr. 13).
  • Die evangelischen Kirchenbücher des Sprengels Cottbus (Kirchenkreise Beeskow (Nr. 30), Calau-Lübben (Nr. 31), Cottbus (Nr. 32), Finsterwalde (Nr. 33), Frankfurt (Nr. 34), Fürstenwalde (Nr. 35), Guben (Nr. 36), Luckau (Nr. 37), Seelow (Nr. 38), Senftenberg (Nr. 39) und Spremberg (Nr. 40)).
  • Die evangelischen Kirchenbücher des Sprengels Eberswalde (Kirchenkreise Angermünde (Nr. 70), Bad Freienwalde (Nr. 71), Bernau (Nr. 72), Eberswalde (Nr. 73), Gransee (Nr. 74), Oranienburg (Nr. 75) und Prenzlau (Nr. 76), Ruppin (Nr. 77), Templin (Nr. 78) und Strausberg (Nr. 79)).
  • Die evangelischen Kirchenbücher des Sprengels Potsdam (Beelitz-Treuenbrietzen (Nr. 80), Belzig-Niemegk (Nr. 81), Brandenburg (Nr. 82), Falkensee (Nr. 83), Havelberg-Wilsnack (Nr. 84), Jüterbog (Nr. 85), Kyritz-Wusterhausen (Nr. 86), Lehnin (Nr. 87), Luckenwalde (Nr. 88), Nauen (Nr. 89), Perleberg-Wittenberge (Nr. 90), Potsdam (Nr. 91), Pritzwalk (Nr. 92), Rathenow (Nr. 93), Wittstock (Nr. 94) und Zossen (Nr. 95)).

Einzelne Kirchenbücher wurden nicht verfilmt, dieses ist den Beiheften zum Archivbericht zu entnehmen, obwohl in einigen wenigen Fällen auch Bücher vorhanden sind, die in den Beiheften überhaupt nicht auftauchen. Ist festgestellt worden, daß ein Kirchenbuch nicht verfilmt wurde, muß man das heute zuständige Pfarramt ermittelt werden. Hierzu dient das:

Adressenwerk der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Verzeichnis der Kirchengemeinden, Kirchenkreise, Ämter, Dienststellen, Pfarrerinnen und Pfarrer. Nach dem Stand vom 15. März 2004. 1. Aufl. Berlin 2004.

Hier kann die Anschrift des Pfarrers des Kirchspiels ermittelt werden. Manche Gemeinden werden von Pfarrern oder Pfarrerinnen anderer Orte verwaltet, hier findet sich im Adressenwerk ein Verweis. In Einzelfällen haben sich die Zuständigkeiten verändert. Dies wird sich aber spätestens herausstellen, wenn man sich mit dem Pfarrer in Verbindung setzt. Oder man benutzt die online-Version des Adressenwerks.

Anmerkung: Dieser Text war bisher unter http://www.ogygia.de/info/info-kb.htm verfügbar und wurde seit 2002 wiederholt aktualisiert. Waren damals nur die Kirchenbücher weniger Kirchenkreise auf Microfiche verfügbar, so wurde die Verfilmung inzwischen abgeschlossen. Einen Überblick gibt jetzt:

STENZEL, Jürgen: Die Sicherungsverfilmung der Kirchenbücher aus dem Gebiet der Evangelischen Kirchen Berlin – Brandenburg – schlesische Oberlausitz. Berlin 2008. (= Archivbericht/ Beiheft Benutzerinformation Nr. 1).

Stenzel weist auch auf die in anderen kirchlichen Archiven vorhanden Kopien der Microfiche hin. So sind etwa im Domstiftsarchiv in Brandenburg die Fiche der Kirchenbücher der Kirchenkreise Brandenburg, Havelberg-Wilsnack, Belzig-Niemegk, Lehnin, Nauen, Rathenow und Potsdam einsehbar.

Die im Domstiftsarchiv befindlichen (aber inzwischen verfilmten) Originalkirchenbücher sowie sonstige Deposita können dem folgenden Verzeichnis entnommen werden:

BOROWSKI, Konstanze: Kurzübersicht über die im Domstiftsarchiv Brandenburg/ Havel deponierten Kirchenarchive unter besonderer Berücksichtigung der Kirchenbücher. [2. Aufl.] Berlin 2001. (= Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg. Archivbericht. Beiheft Nr. 23)

Eine aktualisierte Fassung dieses Verzeichnisses ist auch online verfügbar.

Zur Zeit läuft noch die Verfilmung der Kirchenbücher aus dem schlesischen Teil der Landeskirche, die hier aber nicht von Belang ist.

Militärkirchenbücher

Seit dem 18. Jahrhundert wurden die Taufen, Trauungen und in gewissen Maße auch Beerdigungen von Militärangehörigen zunehmend in gesonderten Kirchenbüchern erfaßt. Es sind aber keineswegs alle Eintragungen in den Militärkirchenbüchern erfolgt (z.B., wenn der Truppenteil im Felde war und Kinder getauft wurden) und umgekehrt finden sich auch Zivilpersonen darin. Militärkirchenbücher wurden entweder für bestimmte Einheiten oder bestimmte Garnisonen geführt.

Leider ist es oft ziemlich umständlich, einen bestimmten Eintrag zu finden; ohne Kenntnis des Truppenteiles oder von genauem Ort und Datum oft sogar unmöglich. Wenn man den Truppenteil kennt, sollte man zunächst mit folgenden Büchern arbeiten:

LYNCKER, Alexander v.: Die Altpreußische Armee 1714–1806 und ihre Militärkirchenbücher. Berlin 1937. (= Schriftenreihe der Reichsstelle für Sippenforschung 1)

LYNCKER, Alexander v.: Die Preußische Armee 1807–1867 und ihre sippenkundlichen Quellen. Berlin 1939. (= Schriftenreihe der Reichsstelle für Sippenforschung 2)

Hier kann man feststellen, ob zu Lynckers Zeit ein Militärkirchenbuch existierte oder in welchen anderen Kirchenbüchern Eintragungen des Truppenteiles erfolgten. Aber auch wenn man nur Geburtsort und -datum kennt, sollte man mit Lyncker beginnen. Mit Hilfe dieser Werke kann man ermitteln, welche Truppenteile zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort lagen. Empfohlen sei auch, in jedem Falle die Einleitungen bei Lyncker zu lesen.

Wenn man den Truppenteil dann identifiziert hat, läßt sich der heutige Aufbewahrungsort feststellen mit Hilfe von:

EGER, Wolfgang: Verzeichnis der Militärkirchenbücher in der Bundesrepublik Deutschland. Bd. 1 (nach dem Stand vom 30. September 1990). Neustadt a/A. 1993. Bd. 2 (neue Bundesländer — Römisch-katholische Kirche) ebd. 1996. (= Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaft der Archive und Bibliotheken in der Evangelischen Kirche 18 und 23)

Viele der Militärkirchenbücher im Geheimen Staatsarchiv in Dahlem und im Staatsarchiv Leipzig wurden übrigens von den Mormonen verfilmt.

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Aufräumen

Montag, 18. August 2008 12:21 pm

Insgesamt habe ich mittlerweile drei Internet-Adressen:

Besonders die letzte Seite ist seit Jahren nur gelegentlich aktualisiert worden und bedarf dringend einer Neugestaltung. Als ersten Schritt werde ich von dort alle Seiten, die nichts direkt mit der Berufsgenealogie zu tun haben, abziehen, und in diesem blog erneut veröffentlichen. Es wundere sich also niemand, wenn er hier in der nächsten Zeit ihm schon Bekanntes liest.

Abgelegt unter: Dies und das, Berlin, Brandenburg, Familienforschung Röhling, Familienforschung Karbe, Familienforschung sonstige, Familienforschung allgemein
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Doch noch mal Fußball

Sonntag, 22. Juni 2008 10:06 am

Erstaunlicherweise ist das Thema Fußball nicht nur unter politischen und photographischen Aspekten interessant, sondern auch für Genealogen. Denn unter http://www.fitzek-genealogie.info/KloseVorfahren/html/frames.htm kann man sich die Vorfahren von Miros?aw Klose anschauen.

Abgelegt unter: Dies und das, Familienforschung allgemein, Politik, Photographie
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Ansonsten …

Freitag, 16. Mai 2008 10:25 am

… habe ich in den letzten Wochen auch noch:

  • im April zum ersten Mal im Archiv des Internationalen Suchdienstes in Arolsen geforscht. Auch wenn die offizielle Eröffnung des seit Jahrzehnten hermetisch abgeschotteten Archives erst am 30. April stattfand, war das Archiv schon sein November 2007 für Forscher nutzbar.
  • im Mai an einer Führung durch die Deutsche Dienstelle (Wehrmachtsauskunftsstelle) teilgenommen (Bilder eines Freundes, der auch dabei war, hier und hier).

Sonst hat sich im letzten Monat aber nichts wirklich Besonderes ereignet. Ich hoffe, ich komme in der nächsten wieder öfter mal dazu, etwas zu schreiben. Aber ich schreibe nur, wenn ich Lust habe, nicht weil ich mich dazu verpflichtet fühle.

Abgelegt unter: Dies und das, Berlin, Familienforschung allgemein
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Reisender für Kanarienvögel

Donnerstag, 20. März 2008 9:53 am

Diesmal ein Fund nicht aus einem Adreßbuch, sondern aus den Erfurter Melderegistern. Während eines Forschungsauftrages stieß ich dort zufällig auf einen 1858 in Bleicherode geborenen Wilhelm Pein, der von 1929 bis 1935 in Erfurt ansässig war und dort als “Reisender für Kanarienvögel” geführt wurde.

Ein etwas ausgefallener Beruf, aber der Mensch muß ja von irgend etwas leben.

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Bayrische Rettichhandlung

Sonnabend, 1. März 2008 9:40 pm

Wenn man in alten Adreßbüchern sucht, z.B. in denen von Berlin, die man auch im Internet findet, dann stößt man auch auf die eine oder andere etwas kuriose Berufsangabe. Vielleicht sollte ich davon hin und wieder auch hier berichten, schon damit nicht so lange Schreibpausen entstehen und merkt, daß es mich noch gibt. Immerhin, die in der letzten Zeit erfolgten derartigen Anfragen zeigen, daß mein blog doch einige Leser und Leserinnen hat.

Für heute ein Fund aus dem Berliner Adreßbuch von 1919 (S. 1045):

Otto Hesse Bair. Rettig-Handlung, C25 Zentralmarkthalle I, Reihe 4, Stand 77. 78. Wohn. S11, Neue Jakobstr. 14.

Abgelegt unter: Dies und das, Berlin, Familienforschung allgemein
Posted By: Markus

Jetzt mit Titel

Sonnabend, 8. Dezember 2007 2:39 pm

Gestern wurde dieses Netztagebuch ein Jahr alt, aber in der Kopfzeile stand bis heute morgen “Noch ohne Titel”. Jetzt hat das Kind endlich einen Namen.

Ich hatte mal “Stettiner Bahnhof” vorgeschlagen, die Reaktionen in Kommentaren und e-mails waren aber eher verhalten. Ein paar andere gute Ideen für Anknüpfungspunkte bekam ich auch, aber keine mich überzeugenden Vorschläge für einen anderen Namen. Immerhin, die Ideen regten zum Nachdenken an, und jetzt bin ich auf “La gare des ancêstres” verfallen. Logischer wäre ja ein deutscher Name, auch wenn Frankreich im blog oft Erwähnung findet, aber weder “Ahnenbahnhof” oder “Bahnhof der Ahnen” noch “Vorfahrenbahnhof” oder “Bahnhof der Vorfahren” hören sich für meine Ohren gut an.

Der Name gefällt mir irgendwie, die Ahnen kommen vor, der Verkehr auch, und gleichzeitig nimmt der Name die allzu verbissene Pufferküsserei mancher Eisenbahnfans ein wenig auf die Schippe. Politisch ist der Name zwar nicht direkt, aber dem kann man entgegnen, das letztendlich alles politisch sei, sogar Friedhöfe. Und falls das als Maßstab für Originalität dienen kann: Google hatte bis zum heutigen Tage keine einzige Fundstelle für “gare des ancêtres”.

Gegenmeinungen gibt es natürlich auch. Originalität ist nicht alles und unter den im Vorfeld befragten Personen äußerte z.B. eine meiner Nichten, daß der Name zu sehr nach Vampiren oder ähnlichem klinge, aber vielleicht kam sie ja nur deshalb darauf, weil ihr Mann aus Rumänien stammt.

Bleibt noch, einen Untertitel zu finden: Vielleicht “Ahnen, Verkehr, Politik, Friedhöfe, Photographie und vieles andere” oder “Ein Netztagebuch zu Familienforschung, Verkehr und Sonstigem”?. Allerdings zeigt die gegenwärtig für das blog verwendete, von mir leicht abgewandelte, Formatvorlage “Autumn II” gar keine Untertitel an. Also später mal.

Viel schwerer wiegt das Problem, ein treffendes Bild zum Namen zu finden. Aber auch das muß erst einmal warten.

Und: Falls jetzt ganz viele Leute schreiben, daß der Name ganz schlecht sei, und mit viel besseren Vorschlägen kommen, dann läßt er sich auch noch ändern.

Abgelegt unter: Dies und das, Familienforschung allgemein, Politik, Verkehr
Posted By: Markus
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