La gare des aïeux

Ein Netztagebuch zu Familienforschung, Verkehr und allem anderen

Mehr über die Familie Pollack

Mittwoch, 15. Juli 2009 8:30 pm

Vor einiger Zeit berichtete ich hier über den mehr oder weniger zufälligen Fund der Todesanzeige einer Ururgroßtante. Kürzlich habe ich die entsprechende im Internet verfügbare Sammlung von Todesanzeigen weiter durchsucht. Das Ergebnis ist eine ansatzweise Liste der Nachfahren des ungarischen Architekten Michael Pollack (Pollack Mihály) in der u.a. die Familien Unger, Pollack v. Klumberg, Palliardi, König von Aradvár, Neichel und Stone auftauchen (außerdem gehört wohl auch die in Tenneck ansässige Familie Weinberger zu den Nachfahren). Einige der Nachfahren sind im Erbbegräbnis der Familie in Tahitótfalu beigesetzt:

Auf dem linken Grab (auf dem obigen Bild rechts) sind nur die Namen von Michael Pollack und seiner zweiten Frau Magdalena Eger verzeichnet, auf dem rechten die weiterer Familienmitglieder:

Der Friedhof liegt im Ortsteil Tótfalu auf der Donauinsel, das frühere Sommerhaus der Familie Pollack dagegen auf dem rechten Donauufer im Ortsteil Tahi. Die beiden Bilder wurden im März 2001 aufgenommen.

Abgelegt unter: Familienforschung Röhling, Friedhöfe
Posted By: Markus

Wo sind die Liegewiesen?

Freitag, 22. Mai 2009 1:05 pm

Kürzlich wurde der Park am Nordbahnhof eröffnet, wie der Tagesspiegel berichtet.

In den Park gelangt man durch Tore, die an Metalldetektoren erinnern:

Kurz dahinter steht dann ein Schild, auf dem steht, daß der Park nachts abgeschlossen wird:

Angeblich soll der Park Ost und West verbinden. Schade nur, daß die Verbindung nachts abgeschlossen wird (im Winter schon um 19 Uhr). Nicht nur, wer dann z.B. von der Schwartzkopffstraße zur Bushaltestelle in der Gartenstraße will, muß weiterhin einen großen Bogen laufen. Denn da auch der Durchgang von der Pflugstraße über die Friedhöfe zur Liesenstraße nachts abgeschlossen ist, gibt es zwischen Chausseestraße und Caroline-Michaelis-Straße weiterhin keine Querungsmöglichkeit des einstigen Mauerstreifens.

Wenn man dann weiter im Park spazierengeht, drängt sich einem aber vor allem folgende Frage auf:

Wer plant eigentlich einen Park ohne Liegewiesen???

Zum Glück gibt es im Norden und Westen des jetzigen Parkgeländes noch weitere ungenutzte Bahnflächen, mit denen der Park erweitert werden kann. Dort sollte man die Liegewiesen dann aber nicht mehr vergessen.

Abgelegt unter: Dies und das, Berlin, Politik, Verkehr, Friedhöfe
Posted By: Markus

Europaradweg Eiserner Vorhang

Donnerstag, 14. Mai 2009 2:44 pm

Mit etwas Verspätung hier ein paar Bilder von einer Radtour in der Nähe von Swinemünde am 2. Mai 2009 entlang des Europaradweges Eiserner Vorhang. Dabei waren u.a. Michael Cramer, Karolina Jankowska und Ewa Ko?, die alle für das Europaparlament kandidieren.

Vor der Abfahrt in Ahlbeck Grenze.

An der alten direkten Bahnstrecke Berlin — Swinemünde.

Auf der Kriegsgräber- und Gedenkstätte Golm, im Hintergrund Swinemünde.

Auf der Kriegsgräber- und Gedenkstätte Golm, “Die Frierende”.

Abgelegt unter: Pommern, Politik, Verkehr, Friedhöfe
Posted By: Markus

Ein Zufallsfund aus Ungarn

Dienstag, 3. Februar 2009 3:25 pm

Durch Zufall wurde ich heute darauf aufmerksam, daß es unter http://pilot.familysearch.org auch Todesanzeigen aus Ungarn aus dem Zeitraum 1840–1990 zu finden gibt. Ich dachte mir, man kann ja mal kurz gucken, und prompt fand ich eine Anzeige für meine am 10. April 1878 verstorbene Ururgroßtante Marie Pollack geb. Röhling:

Die Unterfertigten geben hiemit allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht von den Ableben ihrer innigstgeliebten Mutter beziehungsweise Schwiegermutter der Frau

Marie Pollack
geb. Röhling
Baumeisters Wittwe

welche am 10. d.m. 3/4 3 Uhr plötzlich im 60-ten Jahre ihres Lebens an Gechirnschlag verschied.
Die irdische Hülle der Verblichenen wird Donnerstag den 11-ten April um 5 Uhr Nachmittag vom Personenbahnhof der Theissbahn aus, auf den katholischen Friedhof zur ewigen Ruhe bestattet.
Die heil. Seelenmessen werden am 12. April Vormittags 10 Uhr in der hiesigen Pfarrkirche gelesen.

Szolnok am 10-ten April 1878.

Friede ihrer Asche!

Leopoldine Pollack. August Pollack
Schwiegertochter. bischof. Oberförster.

Marie Pollack.
Alois Palliardi. Magd. Palliardi geb. Pollack.
Sections-Ingenieur der Theisbahn
als Schwiegersohn.
als Kinder.

Szolnok, Nyomatott Bittermann Edénél.

Leider habe ich bisher keine Möglichkeit gefunden, einen direkten link zu der Abbildung herzustellen. Man findet die Anzeige, indem man auf die Seite http://pilot.familysearch.org/recordsearch/start.html#p=3;c=1542666;w=410 geht und dann zu S. 167 springt.

Am liebsten würde ich jetzt gleich nach weiteren Nachfahren der Familie suchen. Aber man hat ja noch anderes zu tun und in der Küche hat sich schon die albuminschlagende und in Vergessenheit geratene Küchenmaschine wegen Überhitzung abgeschaltet, während ich diesen Eintrag verfaßt habe.

Für mehrere andere Mitglieder der Familie Pollack sind auf jeden Fall noch Anzeigen vorhanden.

Vor ein paar Jahren hatte ich schon einmal einen Anlauf dazu unternommen, war dann aber steckengeblieben. Immerhin bieten jetzt der Familienname Palliardi und die Ortsangabe Szolnok neue Anknüpfungspunkte. Bisher kannte ich weder das Todesdatum meiner Ururgroßtante noch wußte ich von den drei Kindern mehr als ihre Geburtsdaten (Marie * in Pest am 31. Juli 1841, August * in Pest am 18. Mai 1844, Magdalena * in Pest am 12. Juni 1848).

Abgelegt unter: Familienforschung Röhling, Friedhöfe
Posted By: Markus

Gesucht: Nachkommen Marschall

Mittwoch, 20. August 2008 4:37 pm

Unter http://www.ogygia.de/genpriv/suchlist.htm hatte ich bisher eine Suchliste mit sogenannten “Toten Punkten” veröffentlicht (letzter Stand: 10. März 2003). Über die meisten dort gesuchten Personen habe ich inzwischen entweder mehr in Erfahrung gebracht oder die Fragen neu formuliert und in diesem Tagebuch erneut veröffentlicht (insbesondere zur Familie Heßling). Aktuell ist nach wie vor der folgende Punkt:

Gesucht werden Verwandte von Helene Marschall (* Graudenz am 18. September 1841, + Weimar am 20. Juni 1924). Sie war die Tochter des 1869 bereits verstorbenen Rechnungsrats Johann Ernst Marschall und heiratete in Brandenburg a/H am 21. Oktober 1869 Alexis Wackermann (* Arnswalde Nm. am 9. März 1835, + Berlin am 18. Februar 1897, zuletzt Oberstleutnant a.D.), einen Vetter meiner Urgroßmutter Adelheid Röhling geb. Wenzel. Das Ehepaar hatte ein einziges Kind, dieTochter Margarethe (* Frankfurt a/O. am 14. August 1870, + Weimar am 25. Februar 1941).

In der Todesanzeige von Helene Wackermann geb. Marschall wird sie von den Hinterbliebenen als Mutter, Tante und Großtante bezeichnet, als Wohnorte sind Weimar, Friedenau, Eisenach und Luzern angegeben. Als 1941 Margarethe Wackermann unverheiratet starb, wird der Tod im Namen aller Hinterbliebenen von Erna Sigleur-Richter angezeigt. Margarethe Wackermann wurde im Erbbegräbnis auf dem Friedrichwerderschen Kirchhof in Berlin beigesetzt, dorthin wurde auch ihre Mutter umgebettet. Im Jahre 1870 sind als Verwandte u.a. genannt: Frau Rechnungsräthin Marschall und Herr Kaufmann Marschall, beide aus Brandenburg a/H.

Ich kann hier bisher lediglich ergänzen, daß Alexis Wackermann und Helene Marschall eine weitere Tochter hatten, Elsa, die 1878 geboren wurde und 1893 starb. Sie wurde am 6. Dezember 1893 auf dem Friedrichwerschen Kirchhof in der Bergmannstraße beigesetzt. Ihre Eltern und ihre Schwester ruhen in dem selben Grab (EHW-A3-117), das auch noch in Teilen erhalten ist.

Abgelegt unter: Berlin, Brandenburg, Familienforschung Röhling, Friedhöfe
Posted By: Markus

Dieses Jahr ohne Birne

Montag, 3. Dezember 2007 2:27 pm

Letztes Jahr fand sich auf Fontanes Grab ein Gesteck mit einer Birne. Dieses Jahr geht es dort ganz konventionell zu:

Schade, war eine hübsche Idee. Ob man einfach eine Birne hinbringen sollte?

Abgelegt unter: Berlin, Friedhöfe
Posted By: Markus

Wieso dürfen die das?

Sonntag, 2. Dezember 2007 9:13 pm

Wie schon kürzlich bin ich heute wieder über den Neuen Garnisonfriedhof am Columbiadamm spaziert. Jetzt, kurz nach dem 11. November und dem Volkstrauertag lagen dort auch verschiedene Kränze und Gestecke, z.B. am Denkmal für die in den Schlachten von Großbeeren und Dennewitz gefallenen französischen und preußischen Soldaten:

Das linke Gesteck ist in den Berliner Farben gehalten, was auf dem Bild schlecht zu erkennen ist. Auf der Schleife des rechten Gesteckes steht “Aux morts” und “A.C.R.B.”, “RK 05″ und “France”. Keine Ahnung, was die Abkürzungen bedeuten.

Auch am Denkmal “À la memoire des soldats français décédés à Berlin 1870-71″ ein Gesteck:

Auf den ersten Blick ist auch auf diesem Bild nichts Besonderes zu sehen:

Erst bei näherem Hinsehen entdeckt man, wer da mit am Werk war:

Und man fragt sich prompt, wieso dürfen die das? Wieso dürfen die, die sich in der Nachfolge derer sehen, die Millionen Menschen in Tod geschickt haben, auf einem landeseigenen Friedhof ein Gesteck niederlegen? Von “ehrenvoller Achtung” kann da wohl nicht die Rede sein, sondern nur von Menschenverachtung.

Irgendwer muß doch für dieses Denkmal zuständig sein, sei es das Bezirksamt Neukölln oder der Volksbund, und das Recht haben, bestimmten Personen und Personenkreisen zu untersagen, dort Kränze niederzulegen bzw. diese zu entfernen. Öffentlich bekannt ist die Sache ja, denn es wurde darüber auch im Tagesspiegel berichtet.

Zwar ist die NPD offiziell keine verfassungsfeindliche Organisation und sitzt in Neukölln sogar in der Bezirksverordnetenversammlung, aber vielleicht wäre es generell kein schlechter Gedanke, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft der parteipolitischen Sphäre zu entheben? Es muß doch möglich sein, in der Friedhofssatzung zu bestimmen, daß an den entsprechenden Denkmälern Kränze und Gestecke mit Schleifen nur von staatlichen Institutionen, dem Volksbund, der Bundeswehr, Kirchen und anderen Körperschaften des öffentlichen Rechts, diplomatischen Vertretungen sowie Privatpersonen niedergelegt werden dürfen. Und die Berechtigung zur Abhaltung von Gedenkfeiern könnte man auf staatliche Institutionen, Volksbund, Bundeswehr, Kirchen und andere Körperschaften des öffentlichen Rechts und diplomatische Vertretungen beschränken.

Abgelegt unter: Berlin, Politik, Gefunden, Friedhöfe
Posted By: Markus

“Als Zweite von uns Dreien”

Sonnabend, 3. November 2007 7:46 pm

Viel mehr war gestern zunächst auf den drei Grabsteinen dieser Grabstätte auf dem Berliner Neuen Garnisonfriedhof am Columbiadamm nicht zu lesen:

Die Worte machten mich aber neugierig. Nach dem Wegräumen von ein wenig Laub ließen sich die Texte auch vollständig lesen, so auf dem ersten Grabstein:

Hier ruht in Gott unsere liebe unvergeßliche Schwester Beppina Tominich geb. Zampa. Berlin 1973.

Und auf dem Zweiten:

Als Zweite von uns Dreien hat Gott nun auch meine Schwester Wilma Naumann geb. Zampa abberufen. Sie entschlief am 3 Nov. des gleichen Jahres. Berlin 1973.

Schließlich auf dem Dritten:

Hier ruht in Frieden Maria die Letzte der Familie Zampa. Berlin 1982.

Zusammen wirken diese drei Texte zwar ein wenig skurril, haben aber im Unterschied zu vielen anderen furchtbar nichtssagenden und einfallslosen Grabsteininschriften etwas recht Persönliches und lassen manche Frage entstehen: Warum erfährt man so gar nichts über die Männer der beiden zuerst verstorbenen Schwestern? Warum ruht Beppina in Gott, Maria aber in Frieden? Was heißt “die letzte der Familie Zampa”? Und wer kümmert sich dann um das offensichtlich gepflegte Grab?

Abgelegt unter: Berlin, Gefunden, Friedhöfe
Posted By: Markus

Paris

Sonntag, 21. Oktober 2007 6:50 pm

De nouveau deux sémaines de silence! Mais enfin je suis retourné de Paris, où j’ai passé une semaine (un peu plus long que j’avait pensé). Et avant que j’eusse parti pour Paris, j’avait assisté à une conference et voyagé dans un train special à Landsberg (Gorzów). Peut-être j’en racontrai plus tard.

Mais, qu’est-ce que j’ai fait à Paris?

  • J’ai beaucoup marché et passé beaucoup de temps aux guichets de la SNCF et de la Deutsche Bahn en achetant et me faisant rembourser des billets.
  • J’ai acheté sept livres de Georges Simenon (un auteur pas tellement prétentieux, je le sais).
  • J’ai acheté une disque de Charles Aznavour (des vrais rengaines, je dois l’admettre).
  • J’ai acheté “Jules et Jim” de Henri-Pierre Roché.
  • J’ai acheté “Danse avec le siècle” de Stèphane Hessel.
  • J’ai acheté des ballotines d’agneau et de foie gras cachèrs (celui-ci avec une mauvaise conscience) et les ai apporté à Berlin.
  • J’ai mangé beaucoup des gateaux.
  • Je me suis promené (surtout au cimetière Montparnasse) avec des amis et sans eux, souvent avec un appareil photographique de dix kilos et plus (ce pourquoi j’ai maintenant mal au dos).
  • Et enfin j’ai pris dix photos (dont j’ai déjà developpées huit). J’espère qu’on en verra quelques-unes dans ce blog.

D’ailleurs, je le trouve un peu froid à Berlin et il me semble qu’il faut faire marcher le chauffage le premier fois cet automne.

Abgelegt unter: Dies und das, Brandenburg, Politik, Verkehr, Photographie, Friedhöfe
Posted By: Markus

Joseph Joachim und Johannes Brahms

Mittwoch, 15. August 2007 12:55 pm

Heute vor 100 Jahren starb Joseph Joachim im Alter von 76 Jahren in Berlin. Er wurde auf dem Friedhof der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Charlottenburg (Fürstenbrunner Weg) neben seiner Frau, der Sängerin Amalie Schneeweiß, begraben.

Gerne würde ich aus diesem Anlaß einmal etwas Akustisches in dieses blog einbauen, nämlich eine Aufnahme mit Joseph Joachim. Doch da ich nicht die Originalplatten, sondern nur eine Neuausgabe auf CD besitze, könnte ich mir u.U. rechtliche Schwierigkeiten einhandeln. Man kann allerdings kurze Ausschnitte in der heutigen Sendung “Kalenderblatt” des Deutschlandfunks hören. Meines Wissens gibt es fünf Aufnahmen mit Joachim:

  • Bach, Bourrée aus der Partita für Violine solo in b-moll.
  • Bach, Adagio aus der Sonate für Violine solo in g-moll.
  • Joachim, Romanze in C-Dur.
  • Brahms, Ungarischer Tanz Nr. 1 in g-moll.
  • Brahms, Ungarischer Tanz Nr. 2 in d-moll.

Faszinierend an diesen Aufnahmen ist für mich vor allem, wie weit sie zurückreichen. Nicht nur, daß sie vor 104 Jahren entstanden, sondern auch, daß es kaum einen jemals auf Schallplatte festgehaltenen Interpreten gibt, der vor Joachim geboren wurde. (Ich meine mich zu erinnern, mal gelesen zu haben, daß es Aufnahmen eines Kantors gibt, der noch vor Joachim geboren wurde, doch kann ich mich leider nicht mehr erinnern, wo.) Wie weit die Aufnahmen noch über das Aufnahmedatum hinaus zurückreichen, wird einem klar, wenn man daran denkt, daß Joachim Beethovens Violinkonzert 1844 in London noch unter Mendelssohn-Bartholdy am Dirigentenpult spielte. Da sieht man auch leicht über die, im Vergleich mit anderen zeitgenössischen Aufnahmen übrigens gar nicht einmal so schlechte Aufnahmequalität und den einen oder anderen Patzer, den der 72-Jährige in der ihm wahrscheinlich ungewohnten starren Haltung vor dem Schalltrichter machte, hinweg.

Im folgenden aber will ich mich mit einem genealogischen Aspekt befassen. Denn Joachim und Brahms waren nicht nur befreundet, sondern auch sehr entfernt miteinander verwandt, wenn auch nicht blutsverwandt.

Da ich nicht recht weiß, wie ich eine genealogische Tafel in dieses Netztagebuch einfügen kann, versuche ich die Verwandtschaft in Listenform wiederzugeben. Ich beginne zunächst mit Joachim und verfolge eine seiner Vorfahrenlinien rückwärts. Seine Mutter war:

Franziska Figdor, oo Friedrich Joachim. Mutter:

Anna Figdor, gest. am 12. April 1833, oo Isaak Figdor. Mutter:

Therese, gest. nach 1804, oo Isaak Schlesinger, gest. 1798. Vater:

Seligman Krailsheim, gest. nach 1798. Mutter:

Chana, gest. am 7. November 1720, oo Löb Krailsheim, gest. nach 1751. Vater:

Wolf Brillin, gest. vor 1711. Eltern:

Sarlan (Sara) Oppenheim, gest. nach 1692, oo R. Isaak ben Sußman Brilin, gest. nach 1692 (nach anderer Angabe in Mannheim am 13. März 1678).

Von hier aus begeben wir uns jetzt wieder nach unten. Isaak Brillin und Sara Oppenheim (deren Bruder Samuel übrigens der Ur-Ur-Ur-Großvater von Felix Mendelssohn-Bartholdy war) hatten unter anderem die Tochter:

Frumet (Veronica) Brilin, gest. Wien 24. April 1715, oo Simson Wertheimer, * in Worms 1658, gest. in Wien am 6. August 1724. Sohn:

Wolf Wertheimer, * in Worms um 1680, gest. in Wien 1765, oo Lea Oppenheimer. Sohn:

Samuel Wertheimer, * in Wien 1709/10, gest. in Wien am 22. April 1786, oo Sara Oppenheimer. Sohn:

Simson Wertheimer, * 1728/29, gest. in Wien am 17. August 1810, oo Karoline Neustadtl. Sohn:

Zacharias Wertheimer, * in Wien 1780/82, gest. in Wien am 31. Dezember 1852, oo Jentl Baruch. Sohn:

Gustav Wertheim, * in Wien am 28. Oktober 1822, + in Wien am 8. Januar 1888, oo Wilhelmine Walcher. Tochter:

Camilla Wertheim, * in Wien am 24. September 1860, + in Heidelberg am 5. Oktober 1940, oo Georg Jellinek. Sohn:

Walter Jellinek, * in Wien am 12. Juli 1885, + in Heidelberg am 9. Juli 1955, oo Irmgard Wiener, * in Ettenheim am 2. Juni 1891, + in Holzminden am 6. Juni 1976.

Damit wären wir bei den Großeltern meines Schwagers angelangt. Von hier aus geht es jetzt wieder aufwärts. Die Mutter von Irmgard Jellinek geb. Wiener war:

Eleonore Bolza, * in Dahn (Pfalz) am 14. Oktober 1864, + in Hildesheim am 3. Februar 1923, oo Alexander Wiener. Mutter:

Louise Koenig, * in Kloster Oberzell bei Würzburg am 26. Oktober 1830, + in Freiburg (Breisgau) am 25. April 1928, oo Moritz Emil Bolza. Mutter:

Fanny Jacobs, * in Coburg am 7. April 1808, + in Oberzell am 1. April 1882, oo Friedrich Koenig. Vater:

Wilhelm Jacobs, * in Zella am 18. Juli 1783, + in Saalfeld am 1. Mai 1819, oo Johanna Hoffmann. Vater:

Friedrich Heinrich Wilhelm Jacobs, * in Gotha am 24. August 1743, + in Zella am 30. März 1805, oo Juliana Kühnhold. Vater:

Wilhelm Jacobs, * in Gräfentonna am 25. März 1719, + in Gotha am 16. März 1800, oo Gisela Lilien. Vater:

Gottlieb Jacobs, * in Gotha am 18. Januar 1684, + in Gräfentonna am 16. März 1723, oo Elisabetha Sophia Bachofen von Echt. Vater:

Johann Jacobs, * in Flensburg am 24. Februar 1648, + in Gotha am 6. März 1732, oo Maria Volck. Vater:

Hinrich Jacobs, * in Flensburg etwa 1600/1605, begr. in Flensburg am 19. Mai 1668, oo Dorothea Jebsen. Vater:

Hinrich Jacobs, * in Flensburg vermutlich kaum nach 1570, begr. in Flensburg am 1. April 1616, oo Margarete Tetens. Mutter:

Metta Lange, * in Flensburg 1545/47, + in Flensburg am 5. September 1610, oo Thomas Jacobs. Mutter:

Elsabe Finke, * in Flensburg 1622, + in Flensburg am 21. August 1576, oo Hans Lange. Vater:

Jacob Finke d.J., erwähnt in Flensburg 1517–1537, oo Brigitte NN.

Und von hier aus wieder abwärts über einen Sohn der Vorgenannten:

Jacob Finke, + in Flensburg 1570, oo Anna Thor Smede. Tochter:

Brigitte Finke, * in Flensburg 1558, + in Flensburg 1642, oo Hermann Lange. Sohn:

Hans Lange, * (in Flensburg) 1582, + in Flensburg 1653, oo Maria Lorch. Tochter:

Margarethe Lange, * in Flensburg 1609, + in Flensburg 1683, oo Johann Jessen. Tochter:

Maria Jessen, * (in Großenwiehe) 1637, + Leck 1715, oo Dietrich Brodersen. Sohn:

Johann Brodersen, * (in Leck) 1680, + (in Leck) 1738, oo Beate Dorothea NN. Tochter:

Johanna Maria Brodersen, * (in Leck) 1719, + Tondern 1766, oo Peter Nissen. Sohn:

Peter Radeloff Nissen, * in Tondern 1750, + in Hamburg 1797, oo Anna Margaretha von Bergen. Tochter:

Johanna Henrike Christiana Nissen, * in Hamburg 1789, + in Hamburg 1865, oo Johann Jacob Brahms. Sohn:

Johannes Brahms, * in Hamburg am 7. Mai 1833, + in Wien am 3. April 1897.

Und so wären wir von Joachim auf Brahms gekommen. Eine genealogische Spielerei, zugegebenermaßen, aber doch ganz nett. Allerdings könnte es sicher nicht schaden, sich hier und da noch einmal die Quellen genauer anzugucken und die Angaben zu ergänzen, besonders was die Vorfahren Joachims angeht. Für die obige Aufstellung wurden neben den Forschungsergebnissen Walter Jellineks benutzt:

  • Deutsches Geschlechterbuch, Band 214 (Stammfolge Jacobs).
  • Lejeune, Eckart J.: Berühmte Nachkommen des Koppelmann Eppstein. In: Genealogie 20 (1971) S. 719f. und Tafeln 1–7.
  • Wachstein, Bernhard: Die Inschriften des alten Judenfriedhofes in Wien. Bd. 2 Wien 1917. (= Quellen und Forschungen zur Geschichte der Juden in Deutsch-Österreich 4)
Abgelegt unter: Berlin, Familienforschung sonstige, Friedhöfe
Posted By: Markus
Nächste Seite »
 

Bad Behavior has blocked 1115 access attempts in the last 7 days.