La gare des aïeux

Ein Netztagebuch zu Familienforschung, Verkehr und allem anderen

Störung (II)

Montag, 26. Februar 2007 10:42 pm

Blogs, die nicht funktionieren, verschlingen noch mehr Zeit als blogs, die funktionieren. Wie es gegenwärtig aussieht, kann man hier sehen. Ich hoffe, die Telekom kann das Softwareproblem bald beheben und es stellt sich heraus, daß der Fehler bei der Wiederherstellung und nicht bei der Erstellung der Sicherheitskopie lag. Sonst gibt es viel zu tun, um die blog-Einträge zu rekonstruieren. Immerhin, dank der Cache-Funktion von Google sollte es möglich sein.

Immerhin, es ist noch Glück im Unglück, daß die Sache jetzt passiert ist. In einem halben Jahr oder gar in drei Jahren wäre der Schlamassel viel größer gewesen. Ich bin gerade dabei, eine ganz aktuelle und saubere Wordpress-Installation vorzubereiten, die dann mit Hilfe des plugins wp-db-backup tagtäglich backups im allgemeinverständlichen sql-Format und nicht im binären Format der Sicherungsfunktion unter http://www.webpage.t-com.de durchführt.

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Posted By: Markus

Störung (I)

Sonntag, 25. Februar 2007 9:19 am

Gestern abend habe ich mein Netztagebuch von Wordpress 2.0.5 auf die Version 2.1.1 umgestellt. Anschließend traten Probleme mit der MySQL Datenbank auf und bei dem Versuch, diese zu beheben, wurde die Datenbank unbrauchbar. Kein Problem, dachte ich mir, schließlich habe ich ja immer wieder backups gemacht, und kann den alten Zustand wiederherstellen. Doch da hatte ich die Rechnung im wahrsten Sinne des Wortes ohne den Wirt gemacht.

Die Verwaltung der Datenbank geschieht von den Administrationsseiten unter http://www.webpage.t-com.de Nachdem dies etliche Wochen, nachdem man von Unix zu Windows gewechselt hatte, nach der Behebung von Softwareproblemen endlich möglich war, habe ich mehr oder weniger regelmäßig die Backup-Funktion genutzt und jeweils eine Datei auf meinem Rechner gespeichert. Nur: Wenn ich jetzt die Funktion “Datenbank wiederherstellen” wähle, erhalte ich folgende Meldung: “Ein Fehler ist aufgetreten. Die gewählte Datei hat ein falsches Format.” Jetzt hoffe ich darauf, daß man es bei der T-Com bald schafft, diesen Fehler zu beheben, und die bisherigen Einträge in meinem blog zu retten.

Ich könnte natürlich einfach solange eine neue Datenbank erstellen, doch dann hätte ich nachher das Problem, daß ich zwei Datenbanken zusammenführen müßte. Ich werde daher neue Einträge erst einmal als Text und eventuell später als html hier hineinstellen.

Es zeigt sich, daß Programme wie Wordpress eigentlich eine hochkomplexe Angelegenheit sind und ihre Nutzung vielfach nichts anderes ist, als mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Sobald etwas nicht mehr funktioniert, ist es mit der oberflächlichen Einfachheit vorbei und man steckt als normaler Nutzer in einer babylonischen Sprachverwirrung von html, PHP und MySQL.

Ansonsten habe ich vor, mich heute weitgehend der analogen Welt, also der Dunkelkammer, zu widmen.

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Posted By: Markus

Datenschutz (I)

Sonnabend, 24. Februar 2007 8:43 pm

So ein blog kann unglaublich viel Zeit kosten. Vielleicht hat jemand gemerkt, daß dieses blog mehrere Stunden lang nicht erreichbar war, weil ich mich beim upgrade von der Version 2.0.5 zu 2.1.1 von Wordpress etwas ungeschickt angestellt habe. Und dann habe ich voller Schreck festgestellt, daß ich aufgrund des neuen Telemediengesetzes offenbar eine Datenschutzerklärung für mein blog brauche. Ich habe zwar nicht alles verstanden, hoffe aber, dieses blog jetzt einigermaßen gesetzeskonform gestaltet zu haben.

Normalerweise hat man ja den Eindruck, daß das Internet ein mehr oder weniger rechtsfreier Raum sei, jedenfalls wenn man die Anzahl der spam-mails zum Maßstab nimmt, die man täglich erhält, ohne daß deren Absender zur Rechenschaft gezogen werden. Dem ist aber nicht so, sondern dem Eigentümer privater Internetseiten wie dem dieses blogs könnte bald Ungemach von abmahnungswütigen Anwälten drohen, wenn er es unterläßt, eine Datenschutzerklärung vorzuhalten.

Was sich dabei der Gesetzgeber gedacht hat, ist mir schleierhaft. Einerseits werden natürlich IP-Adresse und andere Angaben derjenigen gespeichert, die in diesem blog lesen. Aber das geschieht beim Besuch jeder Internetseite und außerdem durch die T-Com und ich habe keinen Einfluß auf das, was da wie gespeichert wird. Und andererseits sollte jedem, der einen Kommentar schreibt, klar sein, daß er da gerade etwas schreibt. Wenn man ihn darauf hinweisen soll, daß “schreiben” die Hinterlassung von Daten bedeutet, erinnert mich das etwas an den Hinweis, fallende Messer beim Auffangen nicht an der Klinge anzufassen.

Jedenfalls gibt es jetzt in der rechten Spalte eine Datenschutzerklärung und auch eine Haftungsbegrenzung. Die Texte habe ich mehr oder weniger aus dem blog von Julia Seeliger übernommen. Ob die Rubrik “Über den Verfasser” als Impressum ausreicht? Da steht zwar nur eine e-mail-Adresse, aber schließlich kann mich ja jeder über EURid und die T-Com erreichen.

Ich bin sehr für Datenschutz und hatte sowieso vor, darüber etwas zu schreiben, allerdings über die Praktiken von Roßmann und der Deutschen Bahn, und nicht über die Sorgen des Inhabers eines kleinen blogs. Über Roßmann und Deutsche Bahn hoffentlich bald mehr.

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Posted By: Markus

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Sonnabend, 24. Februar 2007 4:50 pm

Für alle, dies es noch nicht bemerkt haben, dieses blog besitzt eine Kommentarfunktion: Unter jedem Eintrag steht “Kommentare”, und wenn man da draufklickt, kann man seinen Senf (Lob, Kritik, etc.) zu meinem Eintrag geben. Wenn Ihr Euch weiterhin nicht traut, weil das dann jeder lesen kann, könnte Ihr mir aber auch weiterhin e-mails zu meinem blog schicken. Aber es ist für das Selbstwertgefühl des Autors dieses blogs förderlicher, wenn allgemein bekannt wird, daß Tante E., Vetter U. oder Freund S. in seinem blog gelesen und darauf reagiert haben.

Sonst entstehen Einträge wie dieser. Wie ich gerade auf den gekommen bin? Einfach so, beim Herumirren in der Blogosphäre. Die Grüne Jugend ist sehr blogbegeistert, was sich auch im blog der Grünen Jugend ausdrückt. Am Rand gibt es eine Spalte “blogroll” und da kann man dann anhand der verschiedenen blogs die Verhaltensweisen der grünen Jugend beobachten. Im großen und ganzen recht sympathisch, manchmal etwas fundamentalistisch, öfter mal idealistisch und anscheinend gut organisiert (daß merkt man immer dann, wenn sie bei parteiinternen Abstimmungen plötzlich rudelweise auftauchen), also mit Eigenschaften versehen, die bei den Grünen manchmal Mangelware sind.

Jetzt bin ich schon wieder in’s Politische geraten. Dabei hatte ich mir vor einigen Stunden nach dem Eintrag “Es bröckelt” vorgenommen, mich auf das Hauptthema dieses Netztagebuchs zu konzentrieren, die Familienforschung. Vielleicht sollte ich lieber zwei blogs führen, eins zur Familiengeschichte und eines zur Politik. Sonst verschrecke ich die “politischen Leser” mir Einträgen zu Onkel Otto oder Onkel Albert und die “genealogischen Leser” (die ich im Durchschnitt eher dem konservativen Spektrum zuordnen würde) verschrecke ich mit meinen politischen Ansichten.

Vielleicht ist die Mischung ja auch unterhaltsam. Und der konservative Leser könnte erstaunt feststellen, daß die Grünen in manchen Dingen sehr konservativ sind. Sie wollen nämlich den Klimawandel aufhalten und das Prinzip des Sozialstaats erhalten. “Auf-” und “Erhalten” sind ja doch irgendwie konservative Begriffe. Dazu, wie ich den “politischen Leser” mit Onkel Albert versöhnen soll, ist mir noch nichts eingefallen.

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Suchen

Sonnabend, 24. Februar 2007 3:44 pm

Nach mehr als zweieinhalb Monaten und über 70 Einträgen wird es langsam schwer, einen bestimmten Eintrag zu finden, selbst für mich. Dieses Netztagebuch besitzt daher seit heute eine Suchfunktion (unten in der rechten Spalte).

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Das Internet wird älter …

Sonnabend, 24. Februar 2007 2:57 pm

… und mit ihm auch die Inhalte. Da ist eine Zeile Code sehr praktisch, auf den ich in der Online-Zeitschrift Computergenealogie stieß:

javascript:alert(document.lastModified)

Man gibt diesen Code in die Adreßleiste seines browsers ein, drückt auf enter und erhält die letzte Aktualisierung einer zuvor aufgerufenen Internetseite angezeigt.

Abgelegt unter: Gefunden
Posted By: Markus

Es bröckelt …

Sonnabend, 24. Februar 2007 12:37 pm

… nicht nur am Lehrter Bahnhof (Hauptbahnhof) in Berlin, wo bei Stürmen tonnenschwere Stahlträger hinabstürzen, sondern im gesamten Netz der Deutschen Bahn. Dies geht aus dem Entwurf eines Berichtes des Bundesrechnungshofes an den Haushaltsausschuß des Deutschen Bundestages hervor, den die Wirtschaftswoche hier zusammenfaßt. Darin werden nicht nur die für jeden Bahnfahrer offensichtlichen Langsamfahrstellen und Mängelstellen kritisiert, sondern auch sicherheitsrelevante Mängel. So kam es bereits zu einer Entgleisung, weil durch eine nicht funktionsfähige Heißläufer- und Festbremsortungsanlage ein Schaden nicht entdeckt werden konnte.

Aber nicht nur bei der Deutschen Bahn bröckelt es, sondern auch bei der BVG. Am Freitag wurde der U-Bahnhof Südstern aus Sicherheitsgründen für einige Stunden gesperrt, nur ein Symptom für den erheblichen Sanierungsbedarf im Berliner U-Bahn-Netz. Bei der BVG dasselbe Problem wie bei der Deutschen Bahn: Der Unterhalt des Gleisnetzes und die unternehmerische Verantwortung für den Zugverkehr sind nicht klar getrennt und so werden die für den Unterhalt des Gleisnetzes bestimmten öffentlichen Mittel und Nutzungsentgelte umgeleitet, um anderswo Löcher zu stopfen. Das Gleisnetz wird dann auf Verschleiß gefahren, bis entweder Strecken stillgelegt werden oder die öffentliche Hand ein zweites Mal für die Sanierung bezahlt.

Bei der BVG bietet dieses Verfahren noch folgenden Vorteil: Der Senat zahlt nicht genug Geld für den Unterhalt des Netzes an die BVG sondern baut lieber neue Straßen (die er dann auch noch unterhalten muß, obwohl er nicht einmal das jetzige Straßennetz vernünftig instandhält), kann dies aber aufgrund der undurchsichtigen Finanzbeziehungen zwischen Netz und Betrieb mehr oder weniger verstecken.

Man fragt sich, wie dick der Filz zwischen Verkehrsministerium und Deutscher Bahn eigentlich ist, wenn Herr Mehdorn immer noch am Ruder sitzt und sein Vertrag sogar angeblich bis 2012 verlängert werden soll. In jedem wirklich privatwirtschaftlichen Unternehmen hätte er längst seinen Job verloren. Denn den von der Bahn ausgewiesenen Gewinn gibt es in Wirklichkeit gar nicht, sondern er kommt allein dadurch zustande, daß das Netz nicht genügend unterhalten wird.

Dies ist auch der Hintergedanke von Mehdorn und Tiefensee bei der Privatisierung der DB einschließlich des Streckennetzes. Der Steuerzahler zahlt für den Unterhalt des Streckennetzes an die DB und finanziert damit in Wirklichkeit die Gewinne der privaten Investoren. Irgendwann stellt sich dann heraus, daß es unvorherbaren Sanierungsbedarf gibt, und der Steuerzahler darf noch einmal zahlen.

Wenn hier nicht bald umgesteuert wird, sind womöglich englische Zustände zu befürchten.

Ach ja: Der abgestürzte Stahlträger, der lediglich dekorative Funktion hat, ist innerhalb von drei Wochen durch einen neuen ersetzt worden. Auf die Beseitigung vieler Langsamfahr- und Mängelstellen warten die Fahrgäste teilweise seit vielen Jahren.

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Familie Heßling (XI)

Sonnabend, 24. Februar 2007 10:44 am

Die heutige vorletzte Folge zu den elf Kindern Heßling in einem Satz: Emmy Heßling, geboren als Zwilling und elftes Kind von Johann August Gottfried Heßling und Maria Louise Löwe am 25. Januar 1848 in Leipzig und verstorben am 15. Oktober 1910 in Naundorf bei Dresden, heiratete am 19. Februar 1883 in Leipzig in offenbar kinderlos gebliebener Ehe ihren Vetter, den Pferdehändler Oskar Röhling.

Abgelegt unter: Familienforschung Röhling
Posted By: Markus

M. le Président

Freitag, 23. Februar 2007 11:46 am

M. le Président Jacques Chirac scheint eine Vorliebe für das Ruppinsche zu besitzen (oder seine Gastgeberin). Letztes Jahr traf sie sich mit ihm in Rheinsberg, heute auf Schloß Meseberg. Beide Orte sind bekanntlich durch den Major von Kaphengst verbunden.

Mehr oder weniger unbeachtet entstand in Meseberg in den letzten Jahren das Gästehaus der Bundesregierung. Wichtige Staatsgäste dürften zwar mit dem Hubschrauber anreisen, trotzdem erhielt die Gegend in den letzten Jahren einige überdimensionierte Straßenneubauten. Straßenneubauten schaffen zwar erwiesenermaßen kaum neue Arbeitsplätze, trotzdem findet auch die Abholzung ganzer Alleen auf Kosten der EU immer wieder ihre Fürsprecher.

Eine schöne Ansicht des Schlosses Meseberg findet man übrigens hier in dem von der Zentral- und Landesbibliothek online bereitgestellten Werk “Die ländlichen Wohnsitze, Schlösser und Residenzen der ritterschaftlichen Grundbesitzer in der preußischen Monarchie nebst den Königlichen Familien-, Haus-Fideikomiss- und Schatullgütern in naturgetreuen, künstlerisch ausgeführten, farbigen Darstellungen nebst begleitendem Text” (Berlin: Duncker 1857-1883).

In aller Bescheidenheit sei noch angemerkt, daß um 1700 einige meiner Vorfahren namens Paustian und Roßau in Meseberg lebten.

Abgelegt unter: Brandenburg, Familienforschung Karbe, Politik
Posted By: Markus

Aus deutschen Amtsstuben (XIV)

Donnerstag, 22. Februar 2007 11:47 am

Manchmal wünscht man sich, es gäbe keine Behörden oder jedenfalls keine Beamten. Da schreibt man an ein Standesamt im Bergischen Land und bitte um die Abschrift eines Heiratseintrages. Als Antwort erhält man sein Schreiben unbearbeitet zurück mit dem Bemerken, daß das Familienbuch an ein anderes Standesamt abgegeben worden sei. Nun sind aber Familienbuch und Heiratseintrag verschiedene Dinge und beide enthalten Informationen, die im jeweils anderen nicht enthalten sind. Deswegen hatte ich das Familienbuch andernorts ebenfalls angefordert. Also durfte ich ein erneutes Schreiben in’s Bergische Land richten und noch einmal um eine Abschrift des Heiratseintrages bitten. Grummel.

Ich will aber auch die positiven Beispiele nicht verleugnen. Am Montag hatte ich nicht nur in’s Bergische Land geschrieben, sondern auch an das Einwohnermeldeamt in Hannover. Heute rief von dort ein sehr netter Beamter an und sagte, er habe ich den alten Karteien und Hausbüchern die gesuchte Person beim besten Willen nicht finden können, ob ich nicht doch noch mehr Informationen habe. Die hatte ich leider nicht, bin dafür aber wieder etwas besser auf den öffentlichen Dienst zu sprechen. Offenbar gibt es trotz allem dort auch Leute, die bestrebt sind, ihre Arbeit erfolgreich durchzuführen.

Abgelegt unter: Familienforschung allgemein
Posted By: Markus
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