La gare des aïeux

Ein Netztagebuch zu Familienforschung, Verkehr und allem anderen

Noch ohne Titel

Montag, 30. April 2007 3:43 pm

Wenn man die ersten vier Testeinträge abrechnet, dann ist dies jetzt der 100. Eintrag in diesem Netztagebuch. Leider kommt es immer “Noch ohne Titel” daher. Hat niemand eine Idee? Betrachtet man die Themen der ersten hundert Einträge, müßte es etwas sein, das (1) mit Familienforschung zu tun hat und (2) mit Verkehrspolitik.

Ich hatte gehofft, daß mir irgendwo ein passender Titel begegnet, aber bisher war dies nicht der Fall. “markus-roehling.eu” ist mir zu einfallslos.

Ob ich es vielleicht “Stettiner Bahnhof” nennen sollte? Wenn man aus meinen Küchenfenster schaut, sieht man über das Gelände des ehemaligen Stettiner Bahnhofes hinweg. Dieser Bahnhof hat v.a. historische Bedeutung, Bahnbetrieb findet dort nur noch unterirdisch statt (S-Bahn-Station Nordbahnhof). Erst am Rande des Geländes, genau unter besagtem Küchenfenster, tauchen die S-Bahn-Züge aus dem Tunnel auf bzw. verschwinden unter der Erde. Der restliche Bahnbetrieb wurde 1952 eingestellt. Aber einstmals konnte man von hier nach Pommern, in’s Ruppinsche oder auch nur nach Hohen Neuendorf (das geht als auch heute noch) fahren, dementsprechend ist es ein auch von manchem Vorfahren benutzter Bahnhof.

Ich bitte meine Leser um Kommentare zum Namensvorschlag!

Abgelegt unter: Dies und das, Berlin, Familienforschung allgemein, Politik, Verkehr
Posted By: Markus

Worbboden

Sonnabend, 14. April 2007 8:06 pm

Eigentlich ein ganz unspektakuläres Bild eines Haltepunktes (Worbboden) an der Strecke von Bern nach Worb Dorf:

Wer es allerdings mit den Bildern der Haltepunkte Casekow und Petershagen in Pommern vergleicht, der stellt fest: In der Schweiz baut man für die Zukunft und legt Bahnübergang, Laternen und anderes für den späteren Bau eines zweiten Gleises aus. Die Deutsche Bahn hingegen baut Laternen und Bahnübergänge so, daß sie später wieder herausgerissen werden müssen.

Dazu noch eine Anekdote am Rande: Als ich mich kürzlich am Schalter nach Nachtzugverbindungen von Bern nach Berlin erkundigte, meinte die Schalterbeamtin an einer Stelle: “Da haben Sie aber nur elf Minuten in Basel zum Umsteigen”, fügte aber dann, in einem Tonfall, als ob sie von einem sagenhaften Land spräche, noch hinzu: “Aber in der Schweiz sollen die Züge ja pünktlich sein”.

Abgelegt unter: Pommern, Politik, Verkehr
Posted By: Markus

Über die Grenze

Donnerstag, 5. April 2007 2:23 pm

Einstmals konnte man Oder und Lausitzer Neiße mit Hilfe zahlreicher Brücken und Fähren überqueren. Heute ist dies nur noch an wenigen Stellen möglich. Am letzten Sonntag bin ich mit dem Fahrrad auf dem linken Neiße- bzw. Oderufer von Guben nach Frankfurt gefahren und habe die folgenden Impressionen eingesammelt.

Die Neißebrücke der Strecke Berlin — Breslau — Krakau bei Guben. Hier ist schon seit Jahren kein Zug mehr gefahren:

Zerstörte Straßenbrücke zwischen dem deutschen und dem polnischen Teil Gubens:

Die Strecke Posen — Leipzig wird zwar eingleisig noch befahren, allerdings sind bei der Einfahrt in den Bahnhof Guben nur 20 km/h erlaubt:

Zwischen Coschen und Seitwann führte früher eine Straßenbrücke über die Neiße:

Von der Brücke bei Fürstenberg/ Eisenhüttenstadt ist nur noch auf polnischer Seite ein Rest erhalten geblieben, auf deutscher Seite wurde alles säuberlich abgeräumt:

Eine Fähre verband einstmals die beiden Teile des Dorfes Aurith:

Soweit diese mit der Digitalkamera geknipsten Bilder. Ich habe auch noch richtige Photographien gemacht, die der geneigte Leser vielleicht auch irgendwann zu sehen bekommt. Ebenso Ideen, was hier geschehen könnte.

Abgelegt unter: Brandenburg, Verkehr
Posted By: Markus

Knut und der Rest

Donnerstag, 5. April 2007 11:31 am

Auf den Internetseiten des Berliner Zoos sucht man augenblicklich vergeblich nach Informationen über die in diesem Jahr geborenen Jungtiere. Ruft man die Seite http://www.zoo-berlin.de/erleben/jungtiere/nachwuchs-2007.html auf, so erhält man nur Informationen über ein 2006 geborenes Jungtier, den Eisbären Knut. Früher gab es immer aktuelle Informationen über alle Jungtiere, so wußte man nach Besuch der Seite http://www.zoo-berlin.de/erleben/jungtiere/nachwuchs-2006.html gleich, daß im September 2006 u.a. ein Senegal-Furchenschnabelbartvogel geboren wurde. Knut haben sie allerdings im Dezember 2006 vergessen.

Was machen sie eigentlich, wenn Knut mal groß ist? Vielleicht geht dann niemand mehr in den Zoo, weil alle vergessen haben, daß es noch andere Tiere gibt?

Auf den Internetseiten des Tierparks suchte man übrigens schon immer vergeblich nach Informationen über die dort geboren Jungtiere, sieht man mal von einigen Berühmtheiten ab. Aber bei Zwergziegen oder Erdmännchen: Fehlanzeige. Im Gegensatz zum Zoo gibt es dort auch keinen Lageplan.

Abgelegt unter: Dies und das, Berlin
Posted By: Markus

“Kundenservice” bei der Deutschen Post (II)

Donnerstag, 5. April 2007 11:06 am

Heute kam schon wieder eine Nachnahme. Ich nutzte die Gelegenheit und erfuhr, daß Postboten auch das Mitführen von EC- und Kreditkarten verboten ist.

Abgelegt unter: Dies und das
Posted By: Markus

“Kundenservice” bei der Deutschen Post (I)

Donnerstag, 5. April 2007 10:13 am

Früher führten Postboten ein Dienstportemonnaie bei sich, aus dem sie z.B. bei Nachnahmesendungen Wechselgeld herausgeben konnten. Dies wurde irgendwann abgeschafft.

Danach gab es eine Menge Postboten, die ein eigenes Portemonnaie mitführten, aus dem sie ebenfalls in beschränkten Umfang Geld wechseln konnten.

Wie ich gestern von meiner Postbotin erfuhr, wurde jetzt den Postboten von der Deutschen Post untersagt, im Dienst Geld mit sich zu führen, damit sie während des Dienstes nicht einkaufen können. Leider habe ich die Postbotin nicht gefragt, ob auch die Mitführung von EC- oder Kreditkarten verboten ist.

Ich bezweifle, daß jemals eine nennenswerte Anzahl von Postboten excessive Shoppingtouren während der Dienstzeit gemacht hat. Jedenfalls kann sich jetzt weder der Postbote am Kiosk einen Kaffee kaufen noch dem Kunden Geld bei einer Nachnahmesendung wechseln. Das nennt man bei der Post wohl Arbeitnehmer- und Kundenfreundlichkeit! Dabei sollen ja die Arbeitsbedingungen bei der Post im Vergleich zu anderen Briefdiensten noch vergleichsweise gut sein.

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Posted By: Markus
 

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