La gare des aïeux

Ein Netztagebuch zu Familienforschung, Verkehr und allem anderen

Die Deutsche Bahn und das Fahrrad

Dienstag, 31. Juli 2007 11:24 am

Fahrrad und Bahn sind eigentlich eine ideale Kombination. Allerdings nicht in der deutschen Realität und das nicht nur, wenn es um die Fahrradmitnahme im ICE geht.

Am Sonntag bin ich mit dem Fahrrad ein wenig durch die Gegend gefahren, von Angermünde über Welsow, Bruchhagen, Greiffenberg, Suckow und Potzlow nach Lindenhagen (früher Hindenburg). Eine hübsche Gegend mit alten Kirchen und viel Natur. Angermünde hat sich in den letzten Jahren etwas herausgeputzt, bei Prenzlau läßt sich nach Kriegszerstörungen und sozialistischem Wiederaufbau wenig machen. Der Potzlower Roland ist zwar interessant, wirkt aber doch eher dörflich als städtisch.

Der Hinweg verlief problemlos, im Gegensatz zur Rückfahrt. Aufgrund des nahenden Regens begab ich mich von Lindenhagen auf dem kürzesten Weg nach Prenzlau, um von dort um 14.01 Uhr mit dem Regionalexpreß nach Berlin zurückzufahren. Dann wäre ich kurz vor vier zu Hause gewesen. Leider war der Zug so voll, daß ich und andere Reisende mit Fahrrädern nicht mehr in den Zug kamen. Was tun? Um 14.48 Uhr sollte ein IC kommen, doch sonderbarerweise kann man im IC ja keine Fahrradstellplätze für den selben Tag reservieren. Es blieb daher mehr als ungewiß, ob ich mit diesem Zug mitgekommen wäre, und bei dem Regionalexpreß um 16.01 Uhr ebenso.

Das Bahn-Comfort-Telephon konnte mir neben einem Genußgutschein von 5 Euro für den Speisewagen auch nur die Abfahrtzeiten von anderen Bahnhöfen anbieten. Ich entschied mich schließlich für das gut 30 km entfernte Templin, machte mich trotz Regens auf den Weg und erreichte ein wenig durchweicht den Zug von Templin Stadt nach Berlin-Lichtenberg um 16.46 Uhr. Die ganze Zeit fuhr ich parallel zu der Bahnstrecke Prenzlau — Templin, auf der vor einigen Jahren der Personenverkehr eingestellt wurde.

Damit war ich allerdings noch nicht zu Hause angelangt. Das bequemste wäre gewesen, in Oranienburg umzusteigen und von dort mit der S-Bahn zum Nordbahnhof zu fahren. Das Einsteigen in Templin Stadt war problemlos gewesen, und es gelang mir auch, in Oranienburg mein Fahrrad unter einem Haufen anderer Fahrräder hervorzuholen und in die S-Bahn umzusteigen. In Birkenwerder wurde mir dann aber klar, daß zwischen Birkenwerder und Hohen Neuendorf Schienenersatzverkehr bestand. Zwischen Templin und Oranienburg war mir die Luft im Hinterreifen abhanden gekommen (ich habe da ein paar kleine Jungen im Verdacht). Also Aufpumpen, noch einmal auf’s Fahrrad und in Hohen Neuendorf wieder in die S-Bahn. Zu Hause war ich dann kurz vor halb acht, also 3 1/2 Stunden später als geplant.

Das Problem ist der Bahn der mit Menschen und Fahrrädern überfüllten Züge, die zwischen Berlin und der Ostsee verkehren, nicht unbekannt. Als Lösung empfiehlt sie, z.B. in der Kundenzeitschrift “punkt3″ (13/2007 S. 3), die Züge zwischen Berlin und Stralsund nicht zu benutzen, sondern diejenigen, die nach Schwedt fahren. Nur wem hilft das, wenn er in Prenzlau ist und es regnet? Oder jemandem, der zwar kein Fahrrad hat, aber von Pasewalk oder Prenzlau bis Berlin stehen muß? Auch nicht mehr, als ein Genußgutschein für den Speisewagen in einem Zug ohne Speisewagen.

Mehr Wagen lassen sich leider nicht an die Züge hängen, denn schon jetzt können nicht in allen Bahnhöfen alle Wagen am Bahnsteig halten. Die logische Folgerung wäre, die Züge zwischen Stralsund bzw. Prenzlau und Berlin (wieder) im Stundentakt fahren zu lassen und die Strecken Prenzlau — Templin — Berlin und Templin — Joachimsthal, die die “Ferienregion Uckerseen” und das Biospärenreservat Schorfheide-Chorin erschließen, wieder für den Personenverkehr in Betrieb zu nehmen.

Das aber scheint nicht in Sicht zu sein. Auch der Gedanke, den auf den Bahnhöfen wartenden Fahrgästen per Ansage frühzeitig mitzuteilen, daß ein bestimmter Zug bereits überfüllt sei, und was sie stattdessen am besten machen sollen, scheint der Bahn fern zu liegen. Und warum auch die Fahrgäste, die mit der Regionalbahn fahren, kurz vor Oranienburg informieren, daß zwischen Birkenwerder und Hohen Neuendorf Ersatzverkehr besteht?

Abgelegt unter: Brandenburg, Politik, Verkehr
Posted By: Markus

Geschafft?

Montag, 30. Juli 2007 4:52 pm

Am Freitag konnte ich mein repariertes notebook bei Saturn abholen. Das mainboard wurde ausgetauscht, allerdings hatte man bei Asus vergessen, daß Netzgerät wieder mitzuschicken. Nach längeren Verhandlungen gab man mir schließlich das Netzgerät eines anderen Gerätes mit. Jetzt stört nur noch, daß seit der Reparatur das CD- und DVD-Laufwerk klemmt und nicht mehr richtig aufspringt. Ob ich den Rechner deswegen noch einmal abgeben und zwei Wochen darauf verzichten soll?

Abgelegt unter: Dies und das
Posted By: Markus

Nahe Verwandtschaft

Montag, 30. Juli 2007 10:51 am

Länger habe ich jetzt schon nichts mehr geschrieben. Grund war u.a. der achtzigste Geburtstag meiner Mutter, bei dem sich auch zahlreiche (nahe) Verwandte trafen. Anschließend fuhr ich noch nach Emden, wo eine Nichte mit Familie vor dem Übersetzen nach Borkum Station machte. Dort wollte sie beim Zelten Mann und Sohn die Nordsee näherbringen. Nach unbestätigten Meldungen haben sie sich aber nach kurzer Zeit aufgrund des schlechten Wetters zu einer anderen Nichte nach Wuppertal geflüchtet, um dort den Rest ihres Deutschlandurlaubes zu verbringen. Ich hoffe, meine Nichte gibt nicht auf und startet nächstes Jahr einen neuen Versuch. Waldbrände am Mittelmeer vermitteln ja auch nicht unbedingt Urlaubsatmosphäre.

Abgelegt unter: Dies und das, Familienforschung allgemein
Posted By: Markus

Nicht ganz so entfernte Verwandtschaft

Dienstag, 17. Juli 2007 7:40 pm

Am Sonnabend erhielt ich einen Brief einen Brief von Suse Wenzel aus New York, einer Enkelin von Onkel Otto! Ich habe dazu bereits früher berichtet. Die Antwort auf meinen Brief war sehr positiv und interessiert, und ich hoffe, mich mit dieser Cousine zweiten Grades meines Vaters noch viel über die gemeinsame Verwandtschaft austauschen und sie im nächsten Jahr auch treffen zu können. Ich werde weiter berichten.

Abgelegt unter: Familienforschung Röhling
Posted By: Markus

Entfernte Verwandtschaft

Sonnabend, 14. Juli 2007 4:58 am

Gestern morgen erhielt ich einen überraschenden Anruf von der Witwe eines Urenkels eines Onkels eines Vetters zweiten Grades meines Großvaters, einer Frau Scholtz. Sie war im Internet auf meine uralte Suchanzeige nach Elisabeth Scholtz geb. Sümmermann gestoßen.

Frau Scholtz besitzt u.a. ein Hochzeitsphoto von Erich Scholtz und Elisabeth Sümmermann, von dem sie mir eine Kopie schicken will. Ich hoffe, von ihr auch noch einige weitere Angaben zu diesem Familienzweig zu bekommen, von dem es heute keine lebenden Nachfahren mehr gibt (es handelt sich um die Nachfahren der Adelheide Heidemann geb. Wenzel, einer Tochter des Archidiakonus Renatus August Wenzel in Arnswalde, meinem Urururgroßvater).

Außerdem ist der Anruf eine große Motivation, auch weiterhin in diesem Netztagebuch die Informationen über verschollene Familienmitglieder zusammenstellen, in der Hoffnung, daß sie dann irgendwer in näherer oder fernerer Zukunft ergoogelt.

Abgelegt unter: Familienforschung Röhling
Posted By: Markus

Doch nicht geschafft

Sonnabend, 14. Juli 2007 4:47 am

Denn gestern morgen ließ sich der neue Rechner nicht mehr hochfahren. Wie es aussieht, ist der Bios-Chip auf dem mainboard defekt (ich hoffe, ich habe das jetzt richtig wiedergegeben). Jedenfalls ist der Rechner jetzt auf dem Weg zum Hersteller, um repariert zu werden. Da man mir die Festplatte mit nach Hause gegeben hat, hoffe ich, daß nach der Reparatur alles wieder ohne Neuinstallationen funktionieren wird. Zum Glück läuft ja der alte Rechner noch, von dem aus ich jetzt schreibe.

Übrigens sind die Mitarbeiter von Saturn im Europacenter meinem Eindruck nach deutlich freundlicher als am Alex und v.a. anscheinend wesentlicher kompetenter. Am Alex hätte ich vermutlich zu hören bekommen, ich sei an dem Problem selber schuld, weil ich Ubuntu installiert hätte, im Europacenter haben sie sogar jemanden, der den Rechner aufschrauben und die Festplatte ausbauen kann.

Abgelegt unter: Dies und das
Posted By: Markus

Geschafft (II)

Montag, 9. Juli 2007 8:55 am

Inzwischen läuft auch e-mail und TeX auf dem neuen Rechner und ich könnte theoretisch sogar DVDs anschauen. Aber als folgsamer Staatsbürger werde ich natürlich darauf verzichten, verbotenerweise meine legal gekauften DVDs unter Linux abzuspielen.

Eine Anzahl selten benutzter oder vergessener Dateien muß ich noch rüberschaffen, aber ansonsten sollte jetzt alles funktionieren. Kein Wunder, Ubuntu ist ja wirklich einfach zu installieren. Lediglich die UMTS-Internetverbindung benimmt sich noch etwas sonderbar und ich muß noch etwas daran basteln.

Abgelegt unter: Dies und das
Posted By: Markus

Geschafft (I)

Sonnabend, 7. Juli 2007 1:40 pm

Der erste Schritt ist geschafft: Windows ist von der Festplatte meines neuen notebooks verbannt und ich komme unter Ubuntu mit der UMTS-Karte in’s Internet. Es gibt zwar noch viel zu tun, bis alle Programme installiert und alle Dateien hinübertransportiert sind, aber ohne die Internetverbindung liefe da gar nichts.

Doch nach diesem ersten Eintrag von dem neuen Rechner aus geht es jetzt erst mal zum Mauerstreifzug.

Abgelegt unter: Dies und das, Berlin, Brandenburg, Politik, Verkehr
Posted By: Markus

Familientag

Sonnabend, 7. Juli 2007 1:01 am

Am letzten Wochenende fand in Wahmbeck an der Weser wieder der Baum’sche Familientag statt, bei dem sich alle zwei Jahre die Nachfahren des Gubener Landgerichtsdirektors Karl Baum (1876–1933) versammeln. Ein Reihe netter Aufnahmen wurde bereits anderweitig in’s Netz gestellt, ich will aber nichtsdestoweniger hier auch noch einige mit alter Technik aufgenommene Bilder bringen.

Die ersten Bilder zeigen, daß auch alte Plattenkameras durchaus den Anforderungen einer Sportreportage gewachsen sind:

Aber nicht nur die Zuschauer des traditionell am Sonnabendnachmittag stattfindenden Fußballspiels konnten aufs Bild gebannt werden, auch der Einsatz der Kamera mitten auf dem Spielfeld ist möglich:

Technisch bin ich allerdings noch nicht ganz mit der Kamera vertraut. Sieht man einmal davon ab, daß ich es noch nicht geschafft habe, mit dem Staub fertigzuwerden, der auf mir noch nicht ganz verständlichen Wegen immer wieder eindringt, daß ab und zu der Film nicht ganz plan liegt (wie auf dem ersten Bild am rechten Rand) und daß manchmal Licht durch die Dichtung eindringt (wie auf dem zweiten Bild am rechten Rand), so ist bei den unvergüteten alten Objektiven Gegenlicht eine sehr heikle Sache, wie man auf dem folgenden Bild an dem geringen Kontrast in der Bildmitte erkennt (es zeigt übrigens alle mehr als 80 Jahre alten Teilnehmer des Familientages):

Das folgende Bild, wenn auch technisch nicht perfekt, zeigt die Möglichkeiten, die im Großformat stecken. Die 1/10 Sekunde war zwar offensichtlich angesichts der expressiven Interpretationsweise des linken Gitarrenspielers zu lang, um ihn ohne Bewegungsunschärfe auf’s Bild zu bannen, aber angesichts der Tatsache, daß nur eine 60-Watt-Birne in drei Metern Entfernung die Szene erhellte und der Film um mehrere Blenden gepusht wurde, ist doch vom Korn noch kaum etwas zu sehen. Da ist sicher auch noch mehr drin, wenn auch irgendwann die Kontraste ziemlich heftig werden dürften.

Hier noch zwei Aufnahmen vom Sonntagmorgen, zu dem Zeitpunkt waren allerdings schon einige Teilnehmer und ein Hund wieder abgereist, ein weiterer Teilnehmer schlief noch:

Und noch einmal, aber hier hat jemand anderes den Auslöser betätigt:

Bei Cornelius Heinze findet sich das Motiv auch noch aus der entgegengesetzten Richtung:

Was ich auch noch schreiben wollte: Ich fand ja schon immer die Familientage sehr schön, aber als ich vorgestern von einer sehr unerquicklichen Sitzung bei den Grünen nach Hause zurückkehrte, wurde mir erst klar, wie nett und umgänglich eigentlich alle in dieser Familie sind.

(Und für die, die ein wenig mit Dunkelkammerchemie vertraut sind: Bild 2 und 6: Goldtonung, Bild 3 und 4: Gold- und Selentonung, Bild 1 und 5: ungetont; alles auf Auskopierpapier von Retro Photographic bzw. Kentmere.)

Abgelegt unter: Brandenburg, Familienforschung sonstige
Posted By: Markus

À la une

Freitag, 6. Juli 2007 9:36 am

Gestern abend stellte ich erstaunt fest, daß ich seit über einer Woche (mit anderen zusammen) die Startseite der Berliner Grünen ziere. Dort gibt es nämlich eine Meldung über unsere Radtour von Guben nach Frankfurt am 24. Juni.

Abgelegt unter: Berlin, Brandenburg, Politik, Verkehr
Posted By: Markus
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