La gare des aïeux

Ein Netztagebuch zu Familienforschung, Verkehr und allem anderen

Aus deutschen Amtsstuben (XXVI)

Freitag, 21. März 2008 7:38 pm

Wieder ist mein Wortschatz durch ein Gericht bereichert worden, diesmal um das Wort “Wegfertigung”. In einem Schreiben des Amtsgerichtes Neuruppin heißt es:

Die Verteilung des Versteigerungserlöses beschränkt sich in der Teilungsversteigerung (zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft) auf die Wegfertigung der Verfahrenskosten (§ 109 Abs. 2 ZVG).

Im Zwangsversteigerungsgesetz ist allerdings von Wegfertigung keine Rede. In § 109 steht:

(1) Aus dem Versteigerungserlös sind die Kosten des Verfahrens vorweg zu entnehmen, mit Ausnahme der durch die Anordnung des Verfahrens oder den Beitritt eines Gläubigers, durch den Zuschlag oder durch nachträgliche Verteilungsverhandlungen entstehenden Kosten.
(2) Der Überschuß wird auf die Rechte, welche durch Zahlung zu decken sind, verteilt.

Aber warum sollen denn Beamte nicht mal kreativ sein. Wenn man nicht ab und zu neue Wörter erfände, wäre Rechtspfleger ja wirklich ein langweiliger Beruf.

Abgelegt unter: Dies und das, Familienforschung Karbe
Posted By: Markus

Reisender für Kanarienvögel

Donnerstag, 20. März 2008 9:53 am

Diesmal ein Fund nicht aus einem Adreßbuch, sondern aus den Erfurter Melderegistern. Während eines Forschungsauftrages stieß ich dort zufällig auf einen 1858 in Bleicherode geborenen Wilhelm Pein, der von 1929 bis 1935 in Erfurt ansässig war und dort als “Reisender für Kanarienvögel” geführt wurde.

Ein etwas ausgefallener Beruf, aber der Mensch muß ja von irgend etwas leben.

Abgelegt unter: Dies und das, Familienforschung allgemein
Posted By: Markus

Lazare Ponticelli

Mittwoch, 12. März 2008 9:32 pm

Heute gab der Elysee-Palast den Tod von Lazare Ponticelli, dem letzten französischen Veteranen des Ersten Weltkriegs, bekannt. Ein Nachruf findet sich u.a. in Le Monde. Wie RFI berichtet, wird am Montag eine Trauerfeier im Invalidendom stattfinden.

Damit wandelt sich der Ersten Weltkrieg weiter von der Zeitgeschichte zur Geschichte, oder wie es Le Monde ausdrückt: “Avec sa disparition, la première guerre mondiale s’enfonce un peu plus dans les brumes du passé.”

Vermutlich gibt es jetzt auf der Welt noch acht Überlebende, die an den Kämpfen des Ersten Weltkriegs teilgenommen haben. Sie sind zwischen 107 und 111 Jahren alt.

Abgelegt unter: Dies und das
Posted By: Markus

Uncle petrol

Sonnabend, 8. März 2008 12:13 pm

Babelfish und ähnliche Übersetzungsprogramme sind doch immer wieder ein schönes Spielzeug, auch wenn sie hin und wieder einen Satz richtig übersetzen mögen. Vor einiger Zeit wurde ich von einem angeheirateten Verwandten aus der Familie Heßling kontaktiert, der die Einträge zu den Heßlings in meinem blog gelesen hatte.

Wir haben einige Informationen ausgetauscht und er bat mich u.a., ihm einige Passagen zu übersetzen, da die Übersetzung mittels Babelfish keinerlei Sinn für ihn ergäbe. Wie soll sie auch, wenn aus der Stadt Eilenburg ein “hurrying castle” und dem Vornamen Friedemann ein “peace man” wird.

Als ich mir jetzt die Sache anguckte, bemerkte ich auch, das aus Onkel Otto ein “uncle petrol” wird. Und folglich heißt es dann auch in dem Zitat aus dem Berliner Adreßbuch im blog-Eintrag vom 1. März 2008 unter der Überschrift “Bavarian radish action“:

Petrol Hessian Bair. Saving industrial union action, C25 central market hall I, row 4, conditions 77. 78. Live. S11, new Jakobstr. 14.

Und aus der Deutschen Bahn macht Babelfish im Englischen immer “German course”, im Französischen aber “Chemins de fer Allemands”.

Und weil es so hübsch ist, hier noch der blog-Eintrag vom 7. Februar 2008 vom Deutschen in’s Französische, vom Französischen in’s Englische und vom Englischen schließlich wieder in’s Deutsche übersetzt:

Wie so häufig meine Forschung im Geistlichen hatte Akten in Nürnberg an Dezember 13, 2007, über dem ich ein rapportannoncé wie schließlich tun möchte, weder ein offenbar positives noch offenbar negatives Resultat, aber bildet eher andere Forschung notwendig. In den Büchern der Kirche von Illesheim, fand ich viele Eintragungen mit den Namen Broeschel und/oder Proeschel, gleichwohl ohne in der Lage zuSEIN, den Ursprung von Johann Ludwig Proeschel zu erklären. Es ist jetzt nur sicher, daß es nicht eine Frage hinsichtlich er des nur Sohns von Illesheimer Joseph Proeschel sein kann, weil er das Buch der Kirche 1768 in Illesheimer angerufen wird: Kathedrale Rog. Exaudi und Pentec. [ 1768 ] procl. Matthaeus Proeschl neuangeh. Haus des Winds. Unterth. und Haeker, Joseph Proeschls C Supranur Sohn von der ersten Verbindung LDED. Zustand und Anna Doroth. weil. Hoch. Wolfg. Spindlers[? ] gewes. Haus des Winds. Bauers mit Berolzheim hinterl. filia unica LDED. Stds. Der einzige Sohn des Josephs wurde infolgedessen folglich Matthaeus angerufen. “C Supra”; es verweist das, bevor die Verbindung Windsheimer Bürger Johann Nicolaus Richter anmeldet, um und von Anna Catharina Proeschel zu erreichen, wurde notiert mit dem Mädchen des Josephs Proeschel, der Joseph, den Proeschel der Sohn des Landwirts Bernhard Broeschel in Steinach in Enz war. In den Büchern der Kirche von Illesheim, auch noch mögen andere Proeschel/Preschel von Steinach von Gailshofen für den Bach des Ohrs und des emergent Berolzheim. In Nürnberg könnte ich zweifellos merken, daß Johann Ludwig Proeschel nicht von Gailshofen (und auch nicht von Ickelheim) kommt, aber die Bücher der Kirche von Steinach und Berolzheim sind noch mit Pfarraemtern, damit ich entweder Forschung auf dem Punkt fortsetzen muß, oder mir in Pfarraemter, zum sich brieflich zu drehen. Ich bilde möglicherweise auch früh oder spät einmal das. Aber es soll auch viel anderes noch folglich studieren.

Abgelegt unter: Dies und das, Berlin, Familienforschung Röhling, Verkehr
Posted By: Markus

Bayrische Rettichhandlung

Sonnabend, 1. März 2008 9:40 pm

Wenn man in alten Adreßbüchern sucht, z.B. in denen von Berlin, die man auch im Internet findet, dann stößt man auch auf die eine oder andere etwas kuriose Berufsangabe. Vielleicht sollte ich davon hin und wieder auch hier berichten, schon damit nicht so lange Schreibpausen entstehen und merkt, daß es mich noch gibt. Immerhin, die in der letzten Zeit erfolgten derartigen Anfragen zeigen, daß mein blog doch einige Leser und Leserinnen hat.

Für heute ein Fund aus dem Berliner Adreßbuch von 1919 (S. 1045):

Otto Hesse Bair. Rettig-Handlung, C25 Zentralmarkthalle I, Reihe 4, Stand 77. 78. Wohn. S11, Neue Jakobstr. 14.

Abgelegt unter: Dies und das, Berlin, Familienforschung allgemein
Posted By: Markus
 

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