La gare des aïeux

Ein Netztagebuch zu Familienforschung, Verkehr und allem anderen

Ameisensaures Silber …

Freitag, 30. Mai 2008 9:07 am

… ist nichts anderes als Silberformiat bzw. -methanoat. Aber es hört sich doch viel schöner an. Apfelsaures Silber finde ich ebenfalls sehr hübsch.

Ameisensaures Silber hat übrigens die Eigenschaft, sich auch ohne Lichteinwirkung zu schwärzen.

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Franz Künstler

Mittwoch, 28. Mai 2008 9:46 am

Da waren’s nur noch sechs. Gestern verstarb Franz Künstler, der letzte überlebende Soldat der k.u.k. Armee, der nach dem Tod von Erich Kästner und Yakup Satar auch der letzte Soldat der Mittelmächte war.

Hat die Entente nun endgültig gewonnen?

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Meine Photoapparate (V)

Dienstag, 27. Mai 2008 8:55 pm

Heute ein Bild von meiner Voigtländer Bergheil. Zur Zeit ist die meine liebste Kamera: Schon einigermaßen groß, läßt sie sich doch samt Zubehör problemlos auf dem Fahrrad transportieren und, mit etwas Rückenschmerzen, auch einige Stunden durch die Gegend tragen, sei es durch Paris oder durch Potsdam.

Eine geniale Kamera im Format 9×12 cm. Dieses Exemplar und sein Heliar mit 15 cm Brennweite sind auch noch gut erhalten und alles funktioniert inzwischen wieder einwandfrei. Die Kamera besitzt aber auch ein Bajonett, so daß Objektive problemlos gewechselt werden können. Allerdings fehlt mir bisher noch eine wirklich überzeugendes Teleobjektiv so um die 26–29 cm Brennweite. Zur Zeit behelfe ich mir mit einem halben Dagor von dann etwa 20 cm Brennweite.

Im selben Format 9×12 habe ich auch noch eine weitere Bergheil, allerdings mit gewissen funktionellen Defiziten, und eine Maximar 207/1 mit einem Preminar von 13,5 cm.

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Posted By: Markus

Maréchal, nous voilà

Montag, 26. Mai 2008 3:33 pm

In dem Film “Les Choristes” (”DIe Kinder des Monsieur Mathieu”) gibt es eine Szene, in der einer der Schüler beim Vorsingen das Lied “Maréchal, nous voilà” anstimmt und M. Mathieu darauf mit “”un peu demodé” antwortet. In der deutsch synchronisierten Fassung lautet die Antwort “Ein wenig aus der Mode”, aber der Liedtext wird nicht übersetzt. Wie soll der normale deutsche Zuschauer das verstehen? Wäre es nicht vielleicht logischer gewesen, den Jungen auf Deutsch “Die Straße frei” anstimmen zu lassen? Oder sollte man Filme nur in der Originalfassung sehen? Aber dann müßte ich in Zukunft darauf verzichten, indische Monumentalfilme anzuschauen.

Als ich im Internet so herumsuchte, stieß ich auch auf eine Seite, die sich der Verteidigung des Maréchal Pétain widmet.

Aber huch, darf ich denn nun eigentlich einen link auf diese Seite anbringen? Dies nicht zu tun, finde ich albern und habe die Seite dementsprechend auch verlinkt. Denn jeder, der bei google nach Maréchal Pétain sucht, findet sie. Nach eigener Auskunft widmet sich die Seite ausschließlich der historischen Verteidigung des Maréchal Pétain und außerdem distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von den Inhalten. Wer übrigens die deutsche Fassung benutzen will, wird wenig davon haben, denn die ist weitgehend unverständlich, da sie offenbar mit Hilfe eines Übersetzungsprogrammes erstellt wurde. Wie könnten sonst solch Sätze wie “Die Mutter von Philippe meurt in 1858, nachdem an der Welt ein fünftes Kind gestellt zu haben”, oder “Fast Hundertjahrfeier hat er Bonaparte gedient dann das Imperium, und die Erzählung seiner Kampagnen schmiedet das erdachte von einem empfindlichen Kind, dessen Geist durch die Katastrophe von 1870 und den Revanchewillen getroffen wird, der daraus auftauchen wird”, zustande kommen?

Die Frage übrigens, ob es erlaubt sei, Pétain zu verteidigen, hat 14 Jahre lang französische und europäische Gerichte beschäftigt, nachdem 1984 in Le Monde eine Anzeige veröffentlicht worden war. die die Verteidigung Pétains zum Ziel hatte. 1998 entschied schließlich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, daß dies unter die freie Meinungsäußerung fiele.

Ein wichtiger Grund für die Entscheidung war, daß der französische Staat Organisationen wie die “Association pour Défendre la Mémoire du Maréchal Pétain” keineswegs verboten hat, und er demzufolge auch nicht einschreiten könnte, wenn diese Organisationen versuchten, ihr Ziel, nämlich die Verteidigung Pétains, zu erreichen.

Für den Historiker wichtiger ist aber die Tatsache, daß es der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte nicht als seine Aufgabe ansieht, in historischen Debatten Stellung zu beziehen, solange die vorgebrachten Tatsachen nicht offensichtlich falsch seien:

“La Cour estime qu’il ne lui revient pas d’arbitrer cette question, qui relève d’un débat toujours en cours entre historiens sur le déroulement et l’interprétation des événements dont il s’agit. A ce titre, elle échappe à la catégorie des faits historiques clairement établis – tel l’Holocauste – dont la négation ou la révision se verrait soustraite par l’article 17 à la protection de l’article 10. En l’espèce, il n’apparaît pas que les requérants aient voulu nier ou réviser ce qu’ils ont eux-mêmes appelé, dans leur publication, les ‘atrocités’ et les ‘persécutions nazies’, ou encore la ‘toute-puissance allemande et sa barbarie’. En qualifiant de ’suprêmement habile’ la politique de Philippe Pétain, les auteurs du texte ont plutôt soutenu l’une des thèses en présence dans le débat sur le rôle du chef du gouvernement de Vichy, la thèse dite du ‘double jeu’.”

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Meine Photoapparate (IV)

Sonntag, 25. Mai 2008 8:54 am

Jetzt wird es langsam spannend. Denn im Format 6×9 cm sind auch Kontaktabzüge schon zu gebrauchen. Und solche Bilder macht diese Bessa mit Entfernungsmesser (wenn man nicht die Maske für 4,5×6 cm einlegt, was ich nach einem einmaligen Ausprobieren nie mehr getan habe):

Die Kamera ist genial konstruiert und zum Mitnehmen sehr praktisch. Obwohl das Negativformat etwa sechsmal größer als bei der Pentax MX ist, wiegt sie genausoviel wie die MX mit Normalobjektiv und ist zusammengeklappt schön flach. Bis auf die Verriegelung des Kamerabodens im eingeklappten Zustand funktioniert alles ganz hervorragend. Ich benutze die Bessa dann, wenn es nichts Größeres sein kann und kein Wechselobjektiv vonnöten ist.

Der Apparat stammt übrigens von einem im Krieg gefallenen Vetter meiner Mutter, Walter Barghoorn. Sie ist meine einzige Kamera mit familiengeschichtlichem Hintergrund.

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Von der Autorität des Verkehrsministers

Sonnabend, 24. Mai 2008 10:59 am

Wenn man beobachtet, wie sich der Bundesverkehrsminister in Sachen Bahnreform von seinem Angestellten Mehdorn auf der Nase herumtanzen läßt, weiß man schon, daß es mit der Autorität des Ministers nicht weit her nicht weit her sein kann. Auch im Bereich des Straßenverkehrs reicht sie offenbar nicht einmal über die Mauern seines Ministeriums hinaus. Tagaus, tagein, kann man nämlich vor dem Ministerium Autos beobachten, die im Halteverbot parken:

Daß jemand dort einen Strafzettel bekommen hat, konnte ich noch nie feststellen. Aber vielleicht schlafen die Beamten im Ministerium alle, oder sie sind so fleißig, daß sie keine Zeit haben, aus dem Fenster zu schauen.

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Meine Photoapparate (III)

Freitag, 23. Mai 2008 10:12 am

Jetzt gehen wir zum Rollfilm über. Das hier ist eine uralte Voigtländer Brillant in schlechtem Zustand:

Man kann mit ihr auch noch eingeschränkt photographieren, aber leider nur mit einer Zeit, denn der Verschluß funktioniert nicht mehr richtig.

Irgendwie werde ich aber mit dem Prinzip der zweiäugigen Spiegelreflex nicht so wirklich glücklich. Ob es am Apparat liegt und mit einer neuen Rolleiflex 2,8 FX alles ganz anders aussähe? Aber auch dann bliebe das Format von 6×6 cm für Kontaktabzüge doch recht klein.

Man kann mit der Kamera auf jeden Fall sehr unauffällig photographieren. Denn erstens hält man sie nicht vor’s Auge und zweitens glaubt niemand wirklich, daß das Ding noch funktioniert.

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Meine Photoapparate (II)

Donnerstag, 22. Mai 2008 8:35 am

Heute wird es ein wenig größer, aber wir bleiben noch beim Kleinbild-Film. Das hier ist meine Pentax MX mit einem 28 mm, einem 50 mm und einem 135 mm Objektiv:

Ich wüßte nicht, was ich man sich an Kleinbild-Spiegelreflex-Ausrüstung noch wünschen sollte. Und alles zusammen ist immer noch recht leicht und sehr kompakt.

Es haben sich bei mir noch einige andere Pentax-Gehäuse und Objektive angesammelt, aber bis auf eine MV benutze ich diese kaum bis gar nicht. Die MX und die MV haben übrigens die angenehme Eigenschaft, daß ihr Belichtungsmesser keinen vorgesetzten IR-Sperrfilter hat und man den Belichtungsmesser auch bei Aufnahmen im IR-Bereich verwenden kann.

Die MX kommt meist dann zum Einsatz, wenn die Bilder des Dargestellten halber unbedingt etwas werden müssen und wenn Weitwinkel- oder Teleobjektiv unverzichtbar sind. Also eher selten.

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Meine Photoapparate (I)

Mittwoch, 21. Mai 2008 12:50 pm

Ich habe schon ab und zu geschrieben, daß ich mit diesem oder jenem Photoapparat ein Bild gemacht hätte, die Apparate aber noch nicht vorgestellt. Ich will daher in der nächsten Zeit ein paar meiner von ihnen hier zeigen, aber natürlich längst nicht alle, sondern nur die, mit denen ich am liebsten photographiere oder die ich sonstwie interessant finde.

Ich beginne mit meinem kleinsten Apparat, einer Rollei 35 S:

Ein wirklich sehr schöner Apparat mit einem ausgezeichneten Objektiv, ich habe jahrelang nur damit photographiert und habe sogar zwei davon. Einziger Nachteil: Es ist eben eine Sucherkamera ohne Wechselobjektive. Augenblicklich benutze ich sie nur, wenn ich wirklich keine größere Kamera mitnehmen kann. Manchmal nehme ich sie auch mit, wenn ich mit einer Großformatkamera unterwegs bin. Dann dient sie mir als Gerät für unvermutet auftauchende Motive oder wenn es einfach um die Dokumentation irgendwelcher Dinge gibt. Und außerdem als Belichtungsmesser.

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Aus deutschen Amtsstuben (XXVII)

Dienstag, 20. Mai 2008 3:04 pm

Diesmal etwas aus der Amtsstube eines Pfarrers:

Zigarrenkisten sind sicher ein praktisches Behältnis, um alles mögliche darin aufzubewahren, aber etwas kurios wirkt es schon, daß mein Vater diese Zigarrenkiste mit “Amtshandlungen” beschriftete.

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Posted By: Markus
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