La gare des aïeux

Ein Netztagebuch zu Familienforschung, Verkehr und allem anderen

So einfach kann es sein, …

Sonntag, 29. Juni 2008 3:14 pm

… eine neue Verbindung zwischen Deutschland und Polen herzustellen. Im September letzten Jahres sah es hier zwischen Groß Gastrose und Markersdorf in der Nähe von Guben noch so aus:

Jetzt, im Juni 2008, gibt es kleine aber entscheidene Veränderungen (Bildrechte bei Christian Kurt Schmidt):

Und das schönste: Autos und vor allem LKW kommen da nicht hinüber! Rollstühle leider auch nicht, das ist noch verbesserungswürdig, aber auch wesentlich teurer.

Abgelegt unter: Brandenburg, Politik, Verkehr
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Der Siebenjährige Krieg (VIII)

Montag, 23. Juni 2008 12:12 pm

Nachdem sich im Winter und Frühjahr 1758 zahlreiche kleine Scharmützel ereignet hatten, kam es heute vor 250 Jahren, am 23. Juni 1758, bei Krefeld wieder zu einer großen Schlacht. Die Schlachten des Siebenjährigen Kriegs, die im Westen Deutschlands stattfanden, haben meist weniger Beachtung gefunden, wohl unter anderem deshalb, weil an ihnen Friedrich der Große nicht persönlich beteiligt war.

Bei Krefeld wurden die in der in der Überzahl befindlichen Franzosen unter Louis de Bourbon von den Preußen und Hannoveranern unter dem Prinzen Ferdinand von Braunschweig, einem Schwager Friedrichs, besiegt. Einen Plan der Schlacht gibt es hier: http://www.digam.net/dokument.php?ID=4912

Der Vormarsch an den Niederrhein und preußisch-hannoversche Sieg bei Krefeld waren möglich geworden, nachdem die Preußen am Ende des Winters die Franzosen aus Norddeutschland vertrieben und die Engländer am 11. April einen Subsidienvertrag mit Preußen geschlossen hatten.

Am linken Niederrhein konnte sich Prinz Ferdinand allerdings nur kurz halten, da mittlerweile französische Truppen von Hessen aus Richtung Norden vorrückten. Er zog sich daher wieder auf die rechte Rheinseite zurück und konnte sich dort am 14. August mit den inzwischen eingetroffenen englischen Hilfstruppen vereinigen.

Abgelegt unter: Dies und das
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Doch noch mal Fußball

Sonntag, 22. Juni 2008 10:06 am

Erstaunlicherweise ist das Thema Fußball nicht nur unter politischen und photographischen Aspekten interessant, sondern auch für Genealogen. Denn unter http://www.fitzek-genealogie.info/KloseVorfahren/html/frames.htm kann man sich die Vorfahren von Miros?aw Klose anschauen.

Abgelegt unter: Dies und das, Familienforschung allgemein, Politik, Photographie
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Scharnhorststr. 6–7

Sonnabend, 21. Juni 2008 8:42 pm

In der Scharnhorststraße steht außer dem Augusta-Hospital noch ein weiteres sehr heruntergekommenes Gebäude:

Es handelt sich um die ehemalige Postverteilstelle in der Scharnhorststr. 6–7, leider habe ich keine Ahnung, wann sie gebaut wurde (nach 1910 jedenfalls). Unter Denkmalschutz steht das Gebäude nicht. Angeblich will ein Investor hier 112 Wohnungen errichten:

Vom photographischen Gesichtspunkt her allerdings dürfte der beklagenswerte Zustand ergiebiger sein als der zukünftige renovierte:

Sehr hübsch finde ich, unter welcher Bezeichnung die Architekten Arnold und Gladisch den Neubau der nahegelegenen BND-Zentrale als Referenz angeben: “Neubau Verwaltungs-, Labor- und Logistikgebäude für die Bundesrepublik Deutschland, Berlin, Chausseestraße 95–97, 10115 Berlin”.

Weiß zufällig jemand, was sich in dem gesicherten Gebäude Chausseestr. 87 verbirgt, das in der Referenzliste als “Umbau eines Bürogebäudes” aufgelistet ist? Bauherr war ebenfalls die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.

Abgelegt unter: Dies und das, Berlin, Politik
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Historisches Photographieren

Dienstag, 17. Juni 2008 11:44 pm

Heute mal ein paar grundsätzliche Überlegungen zur Verwendung historischer photographischer Verfahren.

Sofern Photographie mehr sein soll als die rein technische Dokumentation eines Sachverhaltes, wird die Wahl des beim Photographieren verwandten photographischen Verfahrens nicht nur von technischen, sondern auch von ästhetischen Gesichtspunkten abhängig sein.

Möchte man geschichtliche Gegebenheiten und Ereignisse photographisch darstellen, wird dies in erster Linie bedeuten, daß der Betrachter eines Bildes intuitiv den Eindruck haben soll, daß es sich nicht um eine “normale” Photographie des 21. Jahrhunderts handelt, sondern um eine wie auch immer geartete “historische” Aufnahme. Dieser Eindruck wird dabei zunächst unabhängig davon sein, ob es zur Zeit des dargestellten historischen Gegenstandes oder Ereignisse überhaupt schon Photographien gab. Solche Widersprüchlichkeiten werden dem Betrachter, wenn überhaupt, erst später bewußt werden. Abgesehen davon ist eine als historisch (empfundene) Photographie in jedem Fall dem Ereignis oder Gegenstand näher als eine moderne.

Das einfachste Mittel, einen solchen historischen Eindruck zu erzeugen, sind zweifellos die Schwarz-Weiß-Photographie und die Erzeugung eines braun- oder warmschwarzen Bildtones.

Meinem Empfinden nach ist es nun aber unehrlich oder zumindest ohne jeden ästhetischen Anspruch, einen solchen Eindruck etwa durch eine rein technische Umwandlung (sei sie nun digital oder analog) in ein braunschwarzes Bild auf modernen Materialien erzeugen zu wollen. Der gewünschte “historische” Bildeindruck sollte vielmehr durch die bewußte Verwendung historischer photographischer Prozesse und die technische und ästethische Auseinandersetzung mit ihnen erfolgen.

Was aber ist es nun, das uns beim Betrachten einer historischen Photographie deren Historizität vermittelt? Ich möchte dazu die folgenden Punkte auflisten:

  • Schwarz-Weiß-Photographie, v.a. braun- bzw. warmschwarz.
  • technische Unzulänglichkeiten (z.B. unscharf oder verwackelt).
  • technische Beschränkungen (z.B. niedrigempfindliches Filmmaterial, (relativ) lange Verschlußzeiten, geringer Bildkreis der Objektive, geringe Schärfentiefe wegen langer Brennweiten beim Großformat, etc.)
  • große Detailtreue (Großformat)
  • üblicherweise nicht größer als 20×25 cm (Kontaktverfahren)
  • orthochromatisches Negativmaterial und Einsatz von Gelb-, Orange- und Rotfiltern
  • andere Grauwertübertragung im Positivverfahren
  • historische Bildinhalte (z.B. Kleidung, Autos, Fuhrwerke, incl. Zustand (Gebäude üblicherweise nicht sämtlich frisch renoviert, etc.))
  • haptische Anmutung (z.B. heute nicht mehr übliche Bildoberflächen/ Papiere)

Manche dieser Eigenschaften sind nun sicher nicht erstrebenswert, weil sie nicht in der Natur des Verfahrens liegen, sondern in dessen mangelhafter Umsetzung (z.B. technische Unzulänglichkeiten). Andere liegen ganz in der Hand des Photographen, unabhängig von Gerät und Verfahren (Auswahl des Bildinhaltes). Der ganz überwiegende Teil ist aber eine direkte Folge der angewandten photographischen Verfahren und kann nur teilweise und unvollkommen mit modernen analogen und/ oder digitalen Verfahren nachgeahmt werden.

Soweit diese Gedanken. Zur praktischen Umsetzung ein andernmal.

Abgelegt unter: Photographie
Posted By: Markus

Spreu und Weizen

Sonnabend, 14. Juni 2008 4:10 pm

Die Möglichkeit, über das Internet öffentliche Petitionen an den Bundestag heranzutragen, macht wahrscheinlich nur sichtbarer, mit welchem Unfug sich der Petitionsausschuß so beschäftigen muß.

Da sind die, die sich über die Bäume des Nachbarn ärgern, die über das eigene Grundstück ragen (41 Mitzeichner), die, die Wahlplakate verbieten lassen wollen (405 Mitzeichner), die, die Sommerzeit abschaffen wollen (2639 Mitzeichner), oder die, die eine Unterstützung des Bundes für die Bob-Weltmeisterschaft 2008 fordern (20 Mitzeichner). Und die Republikaner versuchen, aus der allgemeinen Ablehnung der Bahnreform Gewinn zu ziehen (3380 Mitzeichner).

Dann gibt es auch noch einen Herrn Kolbatz, der der Meinung ist, der Klimawandel würde durch Nachrichtensatelliten und andere Sendeanlagen verursacht. Die von ihm so genannte “Kolbatz-Theorie”, die er auch unter http://www.klimaforschung.net verbreitet, hat er auch an den Bundestag herangetragen (82 Mitzeichner).

Der Petitionsausschuß scheint aber trotzdem in der Lage zu sein, die Spreu vom Weizen zu trennen. So hat er die Petition gegen den Einsatz von Wahlcomputern (29973 + 15153 Mitzeichner), als Material an die Bundesregierung überwiesen und den Fraktionen zur Kenntnis gegeben. Und die Bobbahn in Altenberg hat zwar nicht die geforderten 5 Millionen, aber doch 1,185 Millionen bekommen. Die Anzahl der Unterzeichner ist also offenbar kein aussschlaggebendes Kriterium. Das läßt hoffen, daß die Pettion zur Halbierung der Besteuerung von Diesel und Benzin (bisher 93837 Mitzeichner) keinen Erfolg haben wird.

Man möge sich nicht wundern, wenn die links nicht alle gleich funktionieren. Denn unter http://www.bundestag.de/ausschuesse/a02/onlinepet/server.html kann man z.Z. lesen:

Aufgrund von technischen Schwierigkeiten kann es beim Aufrufen der  einzelnen Petitionen sowie beim Aufrufen der verschiedenen Foren immer wieder zu Verzögerungen kommen.

Wir bitten dies zu entschuldigen.

Der Bundestag hat bereits eine Neuentwicklung der Software ausgeschrieben, die diesen Misstand im Herbst beheben wird. Die bestehende Anwendung ist Opfer ihres eigenen Erfolges geworden. Die jetzige Software war für den Modellversuch konzipiert. Aufgrund der außerordentlichen Resonanz der Öffentlichen Petition ist die Software jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt.

Eigentlich ja ein Grund, sich zu freuen. Wann erlebt man es sonst schon einmal, daß der Bundestag etwas hervorbringt, das Opfer seines eigenen Erfolges wird?

Abgelegt unter: Politik, Gefunden
Posted By: Markus

Scharnhorststr. 3

Donnerstag, 12. Juni 2008 7:46 pm

Es gibt in Berlin so einige Gebäude, die nicht unter Denkmalschutz stehen, obwohl sie dies vielleicht sollten. Nicht, daß der Denkmalschutz viel wert wäre in einer Stadt, in der Recht und Gesetz wenig gelten, wenn es gilt, einen Investor mit Steuergeldern reich zu machen, und in der es eine alte Tradition ist, die Vergangenheit aus dem Stadtbild verschwinden zu lassen, aber trotzdem lohnen wohl hin und wieder ein paar Blicke auf ein paar alte Gebäude in dieser Stadt.

Ich beginne mit dem Augusta-Hospital in der Scharnhorststr. 3, also nicht weit von hier:

Architektonisch ist das Augusta-Hospital vielleicht nicht außergewöhnlich, aber in historischer Hinsicht steht es im Zusammenhang mit anderen Anlagen in der Nähe, nämlich der Pépinière (der ehemaligen militärärztlichen Akademie), dem Invalidenhaus und dem Königlichen Garnison-Lazarett I (dem heutigen Bundeswehrkrankenhaus). Östlich befanden sich früher ein Exerxierplatz, der sogenannte Grützmacher, sowie die Kasernen des Garde-Füsilier-Regiments, in dem Onkel Otto 70/71 als Kriegsfreiwilliger diente. Und auf dem gegenüberliegenden Invalidenfriedhof befindet sich die Grabstätte der Schwestern des Augusta-Hospitals.

Das folgende Bild zeugt vor allem vom Verfall. Von dem geplanten Umbau zu einem Hotel ist jedenfalls momentan noch nichts zu merken:

Abgelegt unter: Dies und das, Berlin, Familienforschung Röhling, Politik
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Fußball

Montag, 9. Juni 2008 4:16 pm

Läßt sich das Thema vermeiden? Selbst in photographischen Foren kommt man offenbar nicht darum herum: http://www.aphog.de/forum/viewtopic.php?t=5070

Aber ich werde versuchen, standhaft zu bleiben und hier nichts darüber zu schreiben. Obwohl, in Polen kursierte vor dem gestrigen Spiel so ein schöner Witz …

Abgelegt unter: Dies und das, Photographie
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Meine Photoapparate (VII)

Freitag, 6. Juni 2008 11:21 am

Und hier als Nachtrag noch einmal alle sechs hier kürzlich vorgestellten Apparate zusammen, damit man die Größenverhältnisse einmal richtig beurteilen kann:

Wer übrigens die Bildqualität dieses Bildes und der anderen Bilder meiner Photoapparate bemängelt, hat recht. Sie wurden mit einer billigen Digitalkamera gemacht.

Mancher wird sich gewundert haben, warum ich bei der Beurteilung der Kameras Wert darauf gelegt habe, daß man von den Negativen Kontaktabzüge machen kann. Nun denn, hier ein paar Gründe:

  • das Erstellen von Kontaktabzügen geht viel schneller als das Vergrößern von Negativen
  • man braucht dazu nicht einmal eine Dunkelkammer, wenn man Auskopierpapiere benutzt. Das heißt dann auch, daß es keine stundenlangen, meist nächtlichen, Dunkelkammersitzungen gibt. Man kann auch ab und zu zwischendurch ein Bild kopieren und fixieren und gerät trotzdem nicht in Verzug, weil man bei den großen Formaten viel weniger Aufnahmen macht. Und außerdem ist der Materialverbrauch bei Auskopierpapieren geringer, aber das mag an mir liegen.
  • manche photographischen Positivverfahren funktionieren nur mit Kontaktabzügen, z.B. der Albumindruck.
Abgelegt unter: Photographie
Posted By: Markus

Aus deutschen Amtsstuben (XXVIII)

Donnerstag, 5. Juni 2008 11:13 am

Gestern bekam ich vom Finanzamt ein Formular für die “Erklärung zur Ermittlung des Ersatzwirtschaftswerts und zur Festsetzung des Grundsteuermeßbetrages auf den 1. Januar 2009 (Veranlagungszeitpunkt)” “für den von [mir] genutzten Betrieb der Land- und Forstwirtschaft in Sonnenberg”. Zum Glück stellte sich heraus, daß ich es nicht ausfüllen muß, weil ich gar keinen Betrieb der Land- und Forstwirtschaft nutze.

Aber ich weiß jetzt mehr als vorher. Zum einen, daß das Finanzamt in Oranienburg sparsam ist. Denn sie verwenden noch Formulare aus den 90er Jahren. Finde ich gut. Anderswo wären die längst weggeworfen und neue gedruckt.

Aber ich weiß jetzt auch, daß Flächen, auf denen Hopfen und Spargel angebaut werden, von den übrigen landwirtschaftlichen Flächen getrennt ausgewiesen werden müssen (ausgenommen Althopfenflächen), ebenso wie Flächen für den Gemüsebau und manches andere. Kohl ist übrigens kein Gemüse, sondern die entsprechenden Flächen gehören zu den landwirtschaftlichen Flächen, jedenfalls solche, “auf denen Kopfkohl (Weiß-, Rot- und Wirsingkohl), Pflückerbsen und -bohnen im Rahmen der landwirtschaftlichen Fruchtfolge als Hauptkultur angebaut werden”.

Manches will das Finanzamt gar nicht ganz genau wissen, z.B., zu welchem Zweck Bienen gehalten werden. Denn es heißt in den Erläuterungen: “Die Imkerei umfaßt alle Formen der Bienenhaltung, die auf ein wirtschaftliches Ziel gerichtet sind. Dabei ist nicht zu unterscheiden zwischen der Bienenhaltung zur Gewinnung von Honig und Wachs und anderen Formen der Bienenhaltung.” Aber warum bloß müssen die “Wirtschaftsvölker”, die in Kästen leben, und die, die in Körben leben, getrennt ausgewiesen werden? Und warum die Forellenteichwirtschaft getrennt von der übrigen Teichwirtschaft?

Ich kann jetzt auch Geringstland (”Zum Geringstland (Flächen geringster Ertragfähigkeit) gehören unkultivierte jedoch kultivierbare Flächen (z.B. Heide und Moor) sowie Flächen, deren Nutzungsart sich durch Verlust des Kulturzustandes (Ansiedlung von Gehölzen) geändert hat; es ist nur gelegentlich ein Ertrag erzielbar.”) präzise von Unland (”Zum Unland gehören solche Flächen, die auch bei geordneter Wirtschaftsführung keinen Ertrag können; dies gilt auch für Wasserflächen, soweit sie nicht zu einer Nutzung gehören.”) unterscheiden.

Abgelegt unter: Dies und das, Brandenburg, Familienforschung Karbe
Posted By: Markus
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