La gare des aïeux

Ein Netztagebuch zu Familienforschung, Verkehr und allem anderen

Gesucht: Anna Röhling

Freitag, 29. August 2008 4:57 pm

Eine weitere Schwester meines Urgroßvaters Albert Röhling war die am 15. September 1845 geborene Anna Röhling. Nach ihrer Taufe fehlen von ihr alle Nachrichten. Möglicherweise verstarb sie während des Aufenthaltes der Familie in Brusenfelde Kr. Greifenhagen (1854–1856) oder Wurzen (1857–1863). Dafür spricht, daß ihr Vater Albert Röhling 1863, als er wieder nach Leipzig zog, von sechs Kindern schreibt und zu diesem Zeitpunkt nachgewiesenermaßen die Kinder Max, Albert, Henriette Marie, Friederika Henriette, Rudolph und Oskar noch lebten (die Söhne Hermann Ferdinand und Richard waren schon 1839 bzw. 1843 gestorben).

Abgelegt unter: Familienforschung Röhling
Posted By: Markus

Gesucht: Henriette Marie Röhling

Donnerstag, 28. August 2008 9:57 am

Henriette Marie Röhling, geboren in Leipzig 14. Juli 1837, war eine Schwester meines Urgroßvaters Albert Röhling. Am 4. Sept. 1884 war sie Gesellschafterin zu Voigtshain bei Wurzen (das war das Gut Ihres damals schon verstorbenen Onkels Johann August Gottfried Heßling) und als solche Trauzeugin ihres Bruder Albert und ihrer Cousine Lucy Heßling. Alle weiteren Nachrichten fehlen.

Abgelegt unter: Familienforschung Röhling
Posted By: Markus

Rettet die Gaslaternen!

Mittwoch, 27. August 2008 8:52 pm

Schon länger wollte ich etwas zur Bedrohung der Berliner Gaslaternen schreiben. Weil ich bisher keine gelungene eigene Photographie zur Verfügung habe, habe ich das aber immer wieder verschoben.

Die Photographie fehlt mir immer noch, daher für jetzt nur Worte. Seit Jahren werden immer wieder Versuche unternommen, die Berliner Gasbeleuchtung abzuschaffen, auch in der Presse ist davon immer wieder zu lesen, z.B. im Tagesspiegel vom 18. August 2008. Nach den vorgelegten Milchmädchenrechnungen soll die Umstellung auf elektrische Beleuchtung die Straßenbeleuchtung billiger und umweltfreundlicher machen. Auch die Grünen im Abgeordnetenhaus vertreten leider diese Position.

Die Argumente sind schon mehrfach ausgetauscht worden. Sonderbarerweise hat meines Wissens noch niemand den Vorschlag gemacht, die Gaslaternen mit Biogas zu betreiben. Dabei wäre damit ohne Baumaßnahmen der CO2-Ausstoß auf null gesenkt, aber die ökologischen Vorteile des Erhalts der Gasbeleuchtung (z.B. weniger tote Insekten, keine Schädigung des Wurzelwerks von Bäumen durch die Umstellung) gewahrt.

Wesentlich ist für mich, daß man vermutlich anderswo mit Investitionen in gleicher Höhe viel mehr Energie sparen könnte, z.B. bei der Gebäudesanierung. Oder einfach durch das Verbot von Heizpilzen. Überschlagsmäßig dürfte durch die Umstellung sämtlicher Gaslaternen genausoviel Energie gespart werden können wie dadurch, daß jedes Berliner Kraftfahrzeug jeden Tag 200 m weniger fährt.

Schon für Franz Hessel gehörte das Gaslicht einer vergangenen Zeit an, aber der wollte in Berlin auch vieles andere abreißen, was wir heute für erhaltenswert erachten. Ich hoffe jedenfalls sehr, daß man sich noch besinnt, und dieses einzigartige technische Denkmal bewahrt. Immerhin ist Berlin die Stadt mit den weltweit meisten Gaslaternen, und daraus sollte man Kapital schlagen, anstatt dieses Denkmal zu zerstören. Und zu einem Denkmal gehört, daß die Laternen nicht nur wie Gaslaternen aussehen, sondern auch so funktionieren. Ein Gesamtkonzept für die öffentliche Beleuchtung, wie es vom Senat vorgelegt wurde, muß auch ein Denkmalschutzkonzept einschließen. Zu einem solchen gehören meines Erachtens u.a. folgende Punkte:

  • Es muß gewährleistet sein, daß Berlin auch weiterhin weltweit die Stadt mit den meisten Gaslaternen ist.
  • Gaslaternen sollten v.a. dort umgestellt werden, wo deren Dichte relativ gering ist und kein oder nur ein geringer Bezug zum Umfeld vorhanden ist. Erhalten werden sollten v.a. Gebiete mit Altbauten und weitgehend geschlossen erhaltener Gasbeleuchtung (mir fallen da z.B. Gebiete in Kreuzberg, Neukölln oder Moabit ein). In Einzelfällen könnten dann durchaus auch Elektrolaternen wieder auf Gas umgestellt werden, wo dies zur Wiederherstellung des Gesamtbildes notwendig ist.
  • Eine touristische Erschließung dieser Gebiete, z.B. im Hinblick auf (alternative) Stadtführungen, sollte durchführbar sein.

Seit einiger Zeit gibt es übrigens die Gaslicht Initiative Berlin, die sich die Erhaltung der Gasbeleuchtung zum Ziel gesetzt hat.

Abgelegt unter: Berlin, Politik, Photographie
Posted By: Markus

Vorfahren und Verwandte im Lande Ruppin

Dienstag, 26. August 2008 11:49 pm

Der folgende Text ist eine leicht überarbeitete Fassung des bisher unter http://www.ogygia.de/orte/sonnenbe.htm verfügbaren Textes (letzter Stand vom 1. Januar 2002).

Das folgende Bild zeigt die Kirche in Sonnenberg aus Richtung Osten.

Mein Urgroßvater Franz Karbe

Mein Urgroßvater Franz Albert Karbe wurde am 25. September 1864 in Sonnenberg Kr. Ruppin geboren. Vermutlich mit Beginn seines Militärdienstes verließ er seinen Heimatort und hat, von Besuchen in der Heimat abgesehen, sein Leben fernab verbracht. Bekannt ist, daß er während seiner zwölfjährigen Militärzeit u.a. in Aurich stationiert war, spätestens zur Zeit seiner Heirat mit Leonie Gaugler (3. Januar 1895) in Weißenburg im Elsaß. Anschließend erhielt er in Frankfurt a/M. eine Ausbildung als Postbeamter. Lange Jahre war er dann in Schiltigheim tätig. Nachdem das Elsaß nach dem ersten Weltkrieg an Frankreich gefallen war, kam Franz Karbe nach Erfurt, wo er am 26. September 1950 starb.

Seine Eltern und Geschwister

Die Eltern des Franz Karbe waren Carl Friedrich Karbe (* in Sonnenberg am 17. Januar 1833, + in Sonnenberg am 9. April 1908) und Friederike Wilhelmine Gaedicke (* in Keller am 8. März 1835, + in Sonnenberg am 19. Juni 1922). Der Vater war Büdner, Handelsmann, Gastwirt und Musikus in Sonnenberg. Die Büdnerstelle, obwohl zu ihr immerhin auch noch etwa 10 Morgen Acker gehörten, konnte die Familie nicht ernähren. Allerdings arbeitete Carl Friedrich Karbe nicht wie die meisten Büdner als Landarbeiter, sondern betrieb verschiedene Gewerbe. Er war Handelsmann, besaß also einen kleinen Laden, in dem die wichtigsten Güter des täglichen Bedarfs verkauft wurden. Im selben Raum wurde auch die Gastwirtschaft betrieben, allerdings nur in kleinem Rahmen, da es außerdem noch den eigentlichen Dorfkrug gab. Desweiteren war er Musikus in einer Kapelle, die zu Hochzeiten und anderen festlichen Anlässen aufspielte. Bereits der Vater Carl Friedrich Karbe (1806–1875) war unter anderem Musikus gewesen, ebenso dessen Vetter Christian Friedrich Karbe. Die musikalische Begabung besaßen ebenso mein Urgroßvater Franz und dessen Bruder Wilhelm Karbe (1877–1972), der ebenfalls Musikus in Sonnenberg war. Welche Instrumente gespielt wurden, ist wenig bekannt. Wilhelm und Franz Karbe spielten Geige, Franz wird während seiner Militärzeit als Hautboist bezeichnet. Daneben wird man vielleicht an Klarinette und Kontrabaß denken können.Von den zehn Geschwistern des Franz Karbe verstarben zwei im Kindesalter, zwei weitere blieben kinderlos. Bei zwei weiteren hatte die Enkelgeneration keine Kinder. Von den übrigen vier leben zahlreiche Nachfahren, viele in den umliegenden Dörfern, ganz wenige nur in Sonnenberg.

Die Großeltern

Die Großeltern sind alle nicht in Sonnenberg geboren, sondern:

  • der Großvater Carl Friedrich Karbe am 4. November1806 in Groß Woltersdorf,
  • die Großmutter Anne Regine Wilhelmine Winkel 1809/10 an einem bisher unbekannten Ort,
  • der Großvater Gottfried Gaedicke am 8. Januar 1778 in Keller und
  • die Großmutter Marie Elisabeth Gottliebe Baumhammel am 24. November 1798 in Rönnebeck.

Die Familie Karbe im Lande Ruppin

Der Urgroßvater Christoph Karbe war wiederum in Sonnenberg geboren, und dort ist die Familie bereits seit dem Jahre 1540 ansässig. 1524 war das Dorf noch wüst, so daß der 1540 erwähnte Augstin Karwe wohl zu den ersten Siedlern gehörte, die sich wieder in Sonnenberg niederließen. Woher er kam, ist nicht bekannt. Ein Verwandtschaft mit der Lehnschulzenfamilie in Zühlen (schon vor 1540 dort ansässig, 1574 zuerst mit einem Barthelmes Karbe genannt) ließ sich durch genetische Tests nicht nachweisen. Höchstwahrscheinlich leitet sich der Familienname Karbe bzw. Karwe von einem der Orte mit demselben Namen ab. Als ein Bewohner dieser Orte im Spätmittelalter an einem anderen Orte zuzog, wurde er dann von den Bewohnern seines neuen Wohnortes nach seinem Herkunftsort genannt. Es kommen hierfür drei Orte in Betracht: Karwe am Ruppiner See, Karwe in der westlichen Prignitz an der mecklenburgischen Grenze und außerdem ein im 15. Jahrhundert wüst gewordenes Karbe bei Strasen in Mecklenburg. Erwähnt sei auch noch, daß Karwe im märkischen Dialekt den Kümmel bezeichnet.

Später breiteten sich verschiedene Zweige der Sonnenberger Karbes in anderen Dörfern der Umgebung aus (z.B. Groß Woltersdorf, Menz, Meseberg), aber auch heute noch leben Namensträger in Sonnenberg. Dies ist einer der ganz seltenen Fälle, in denen derselbe Familienname seit über 460 Jahren durchgehend in einem der Dörfer des Landes Ruppin nachweisbar ist.

Weitere Familien und Orte

Die Vorfahren des Franz Karbe verteilen sich über zahlreiche Dörfer des Landes Ruppin. Im folgenden gebe ich eine unvollständige Auflistung verwandter Familiennamen mit den Orten ihres Auftretens:

  • Binenwalde: Plötz.
  • Dierberg: Gabel, Kersten.
  • Groß Woltersdorf: Briese, Karbe (Karwe), Sommerfeldt.
  • Guten Germendorf: Boddien, Paustian, Schönberg, Schmidt, Sommerfeldt.
  • Häsen: Sommerfeldt.
  • Herzberg: Caspar, Krüger, Kügo (Kyow), Mewes, Rosenberg.
  • Keller: Baumhammel (Boomhammel), Gaedicke, Haacke (Haake), Lahn, Mewes, Rosenberg, Rühs, Schlei (Schley), Schulz, Steinecke.
  • Kerkow bei Löwenberg: Winkel.
  • Klosterheide: Zech.
  • Löwenberg: Krusemarck, Mäckers, Schmidt, Winkel.
  • Menz: Dams, Gabel, Karbe.
  • Meseberg: Paustian, Roßau.
  • Neulögow: Karbe (Karwe), Steinberg.
  • Rönnebeck: Baumhammel (Boomhammel), Dierberg, Gabel, Kersten, Rosenberg.
  • Sonnenberg: Boddien, Gaedicke, Karbe (Karwe), Krause, Krusemarck, Piper, Salms, Schönberg, Winkel.
  • Vielitz: Schneider.
  • Wulkow: Krause, Krusemarck.
Abgelegt unter: Brandenburg, Familienforschung Karbe
Posted By: Markus

Der Siebenjährige Krieg (IX)

Montag, 25. August 2008 10:31 pm

Heute vor 250 Jahren, am 25. August 1758, trafen bei Zorndorf die preußische Armee unter Friedrich dem Großen und die russische Armee unter Wilhelm von Fermor aufeinander. Der siegreichen preußischen Armee gelang es, den russischen Vormarsch auf Berlin zu stoppen und die Beschießung der Festung Küstrin zu beenden. Auf dem Schlachtfeld blieben über 30.000 Tote, mehr als ein Drittel der beteiligten Soldaten.

Der preußische Sieg war u.a. dem General Friedrich Wilhelm v. Seydlitz zu verdanken, der den Befehl Friedrichs zum frühzeitigen Angriff mißachtete und abwartete, bis er im Rücken des russischen Hauptkontingentes stand und dieses einkesseln konnte.

Abgelegt unter: Dies und das, Brandenburg
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Familienforschung in Arnswalde Nm.

Sonntag, 24. August 2008 12:19 pm

Die folgenden Hinweise zur Familienforschung in Arnswalde/ Nm. entstanden im Jahre 2001 aufgrund damaliger intensiver Forschungen nach meinen Vorfahren und Verwandten in Arnswalde (Billeau, Cassner, Knorr, Krumteich, Langefeil, Retschlag (Retschlaff), Schulz, Sachrow, Sydow, Tartasky, Wenzel, etc.). Einige Details wurden später aktualisiert und ergänzt. Die folgende Fassung ist von kleinen Änderungen abgesehen mit dem bisher unter http://www.ogygia.de/orte/info-arw.htm veröffentlichten Text nach dem Stand vom 29. August 2004 identisch.

Archive

Leider ist der größte Teil der Kirchenbücher von Arnswalde bei Kriegsende vernichtet worden. Es sind aber trotzdem noch zahlreiche Quellen vorhanden, die bei der Familienforschung weiterhelfen können.

Materialien befinden sich vor allem in folgenden Archiven:

Kirchenbücher und Personenstandsregister

Erhalten sind die evangelischen Kirchenbücher 1835–1841 (Taufen), 1835–1843 (Trauungen), 1835–1842 (Beerdigungen). Diese Bücher sind vorhanden im Staatsarchiv Stettin, außerdem verfilmt von der Family History Library in Salt Lake City (Film 0887228). Auszüge sind darüber hinaus auch im IGI enthalten. Eine Liste der Heiratseinträge erhalten Sie, wenn Sie auf der Seite http://www.familysearch.org/Eng/Search/frameset_search.asp?PAGE=igi/search_IGI.asp nach der Batch-Nummer M998661 suchen. Die Taufen erhalten Sie mit der Batch-Nummer C998661 (jeweils “Germany” als Region auswählen).

Die Militärkirchenbücher des Dragoner Regimentes Nr. 3 sind erhalten für die Jahre 1772–1808 (Taufen), 1772–1805 (Heiraten) und 1784–1806 (Beerdigungen) im Geheimen Staatsarchiv in Berlin, außerdem verfilmt von der Family History Library in Salt Lake City (Film 1270905).

Die jüdischen Personenstandsregister sind erhalten für die Jahre 1779–1812 (Geburten) und 1791–1812 (Beerdigungen), und zwar im Bundesarchiv in Koblenz, außerdem verfilmt von der Family History Library in Salt Lake City (Film 1184377 Items 2–3). Für die Jahre 1847–1853 ist im Geheimen Staatsarchiv(?) die Matrikel der Gemeinde in Friedeberg enthalten, die auch Arnswalde erfaßt, außerdem verfilmt von der Family History Library in Salt Lake City (Film 544649).

Grundbücher

Im Staatsarchiv Stettin befindet sich der Bestand Nr. 146 Amtsgericht Arnswalde (S?d obwodowy Choszczno; 42 AE, 3,30 lfm, 1638–1942). Hieraus sind zu erwähnen die Hypothekenbücher. Es gibt eine ganze Reihe von Bänden aus dem Zeitraum von 1776 bis nach 1850, außerdem noch einen älteren Band, der kurz nach 1723 beginnt. All diese Bücher stammen aus Rep. 5A des Geheimen Staatsarchives und wurden 1938 nach Stettin abgegeben. Die Bücher von den 1850er Jahren bis 1945 wurden wahrscheinlich 1945 im Amtsgericht in Arnswalde vernichtet. Die Hypothekenbücher enthalten sämtliche Haus- und Grundstückseigentümer und die Besitzwechsel. Oft ist auch die Abstammung erkennbar und im Erbfall sind verschiedentlich sämtliche Kinder aufgeführt. Eine sehr ergiebige Quelle! Deutsches Findbuch aus der Zeit vor 1945.

Feuersozietätskataster

Im Brandenburgischen Landeshauptarchiv Potsdam gibt es z.B. in den Beständen Rep. 3 Neumärkische Kriegs- und Domänenkammer und Rep. 3B I Pol. verschiedene Feuersozietätskataster aus den Jahren  1795 bis 1832. Sie verzeichnen sämtliche Hauseigentümer mit Nachnamen und im Regelfall auch mit den Vornamen.

Impflisten

Auf eine wichtige Quelle möchte ich weiterhin aufmerksam machen, es sind dies die Impflisten für die Pockenimpfungen, die weitgehend als Ersatz für verlorengegangene Taufregister dienen können. Die Namen der Eltern sind allerdings oft nicht angegeben, sondern nur Stand und Nachname des Vaters.

Für Arnswalde sind solche Impflisten im Vorpommerschen Landesarchiv Greifswald im Bestand Rep. 38b Arnswalde unter den Nummern 177 (1810–1838), 178 (1840–1860) und 179 (1861–1877) überliefert.

Anfangs wurde diese Listen tatsächlich durch eine Aufnahme der in der Stadt lebenden Impffähigen angefertigt. Später ging man dazu über, mit Hilfe der Kirchenbücher und z.T. auch der Geburtsregister der Juden und Dissidenten ein Liste aller im Vorjahr geborenen Kinder anzulegen. Dabei wurden bereits verstorbene Kinder vermerkt und dann gemäß der Liste die Impfungen vorgenommen und deren Datum, der Erfolg der Impfung und anderes vermerkt.

Die Anlage der Listen ist nicht ganz einheitlich und verschiedene Jahre fehlen. Folgende Jahrgänge der Impflisten sind vorhanden (eine Liste enthält im allgemeinen die im vorhergehenden, z.T. auch die im gleichen oder in früheren Jahren geborenen Kinder): 1810, 1815, 1824–1833, 1835–1847, 1850–1853, 1855–1859, 1861–1865, 1867, 1869–1874. Anspruch auf unbedingte Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Angaben erhebe ich nicht. Es gibt außerdem noch vereinzelte Listen der Revacinirten, die älter als 8 Jahre waren.

In jedem Fall empfiehlt es sich, mehrere Jahrgänge durchzusehen, da Kinder nicht immer bei der ersten Gelegenheit geimpft wurden. Auch wenn der eigentlich gesuchte Jahrgang fehlt, können Kinder noch in späteren enthalten sein.Des weiteren ist auf Akten über die Cholera aufmerksam zu machen. So enthält etwa die Akte Rep. 38b Arnswalde Nr. 183 im Landesarchiv Greifswald Listen der Erkrankten und Toten während der Choleraepidemien von 1848 und 1855.

Sonstiges

Zu erwähnen sind neben vielen anderen hier ungenannten Akten noch:

  • Im Vorpommerschen Landesarchiv Greifswald Rep. 38b Arnswalde Nr. 455. Diese Akte enthält u.a. ein Verzeichnis sämtlicher Bürger (394 plus 17 neue) aus dem Jahre 1819, sortiert nach Hausnummern.
  • Im Staatsarchiv Stettin Bestand Nr. 190 Stadt Arnswalde (Akta miasta Choszczno; 508 AE, 7,80 lfm., 1611–1905). Erschlossen durch eine Findkartei mit deutschen Aktentiteln.
  • Im Staatsarchiv Stettin Bestand Nr. 237 Innungen Arnswalde (Cechy Choszczno; 138 AE, 1,45 lfm., 1534–1935). Enthält umfangreiches Material zu den Gilden der Bäcker, Dreher, Stellmacher, Zimmerleute, Böttcher, Fleischhauer, Gerber, Müller, Schneider, Schuhmacher, Tischler und Schornsteinfeger.
  • Im Staatsarchiv Stettin der Bestand Katasteramt Arnswalde.
  • Im Staatsarchiv Stettin der Bestand des Landratsamtes Arnswalde.
  • Im Staatsarchiv Stettin der Bestand des Steuerrates Arnswalde.

Zahlreiche Namen sind auch in der Literatur zu Arnswalde enthalten. Insbesondere sind diesbezüglich zu nennen:

  • Berg, Karl: Arnswalde im achtzehnten Jahrhundert. 2 Bde. Arnswalde [1922].
  • Berg, Karl: Die Einführung der Städteordnung in Arnswalde (Sonderabdruck aus der Arnswalder Zeitung). Arnswalde 1909.

Und zu guter Letzt der Hinweis auf die Neumark-Seiten bei genealogienetz.de.

Abgelegt unter: Brandenburg, Pommern, Familienforschung Röhling, Familienforschung allgemein
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Gesucht: Rudolph Röhling

Sonnabend, 23. August 2008 8:48 pm

Leider habe ich überhaupt keine Ahnung, was aus meinem Urgroßonkels Rudolph Röhling (* in Leipzig 10. April 1841) geworden ist. 1868 beantragte er das Leipziger Bürgerrecht und schrieb bei dieser Gelegenheit u.a: “[I]ch habe als Gelbgiesser in Berlin gelernt, bin ca. 4 Jahre lang gewandert und halte mich seit 12. November 1866 hier arbeitend auf, auch bin ich noch unverheirathet […]”.

In den Leipziger Melderegistern heißt es dann später: “mit Paß v. 14/3. 70 nach Newyork”. Dies ist die letzte mir vorliegende Information. Ich weiß nicht einmal, ob er wirklich ausgewandert und in den USA angekommen ist.

Abgelegt unter: Berlin, Familienforschung Röhling
Posted By: Markus

Vorfahren und Verwandte in Sternberg Nm.

Freitag, 22. August 2008 9:16 am

Bei dem folgenden handelt es sich um eine leicht aktualisierte Version des bisher unter http://www.ogygia.de/orte/sternber.htm verfügbaren Textes (letzter Stand 31. Juli 2005).

Das Städtchen Sternberg in der Neumark (poln. Torzym) war zweimal Wohnort von Vorfahren und Verwandten. Von 1871 bis 1881 wohnte dort mein Urgroßvater Albert Röhling und von 1939 bis 1945 hatte Elimar Kintzel dort die zweite Pfarrstelle inne.

Albert Röhling

Albert Röhling wurde am 26. Juli 1836 in Leipzig als Sohn des Herzoglich Sachsen-Altenburgischen Stallmeisters Albert Röhling und der Henriette Löwe geboren. Ende der 1860er Jahre heiratete er Adelheid Wenzel, geboren in Crossen a/O. am 28. September 1842. Sie war die Tochter des Justizrats Eugen Wenzel und der Emilie Billeau. Zunächst wuchs sie in Crossen auf, dann in Sorau NL., wo ihr Vater spätestens ab 1851 als Rechtsanwalt und Notar tätig war.

Wann und wo Albert Röhling und Adelheid Wenzel geheiratet haben, ist bisher unbekannt. Der erste Sohn Albert wurde am 7. August 1870 in Schönfeld Kr. Crossen a/O. geboren, wo Albert Röhling zu dieser Zeit Gutsinspektor war. 1871 kam er nach Sternberg und am 13. Mai 1872 wurde dort mein Großvater Ernst Röhling geboren, am 29. April 1873 die Tochter Frieda. Adelheid Wenzel starb schon kurze Zeit später (25. Dezember 1874) an Schwindsucht. Albert Röhling hatte in Sternberg das einige hundert Meter südwestlich der Stadt auf einer Halbinsel des Eilangsees gelegene Gut Wasserhof gepachtet. Auf dem folgenden Bild sind hinter den Bäumen am linken Rand die Gebäude der heutigen Försterei gerade noch erkennbar.

1881 mußte Albert Röhling als Domänenpächter in Sternberg Konkurs anmelden. 1884 ist er als Pächter des Vorwerkes Wilhelmswalde nachgewiesen, das zum Rittergut Auer im Kreis Mohrungen in Ostpreußen gehörte. Seit 1889 finden wir ihn als Rentier in Kötzschenbroda bei Dresden. Er starb er am 27. April 1908 im benachbarten Naundorf (Kötzschenbroda wie Naundorf gehören heute zu Radebeul). Albert Röhling hatte am 4. September 1884 in Falkenhain noch einmal geheiratet. Seine zweite Frau war seine Cousine Lucy Heßling, eine Tochter des Rittergutsbesitzers Johann August Gottfried Heßling auf Voigtshain und der Louise Löwe. Lucy Heßling starb am 27. Mai 1914 in Naundorf.

Elimar Kintzel

Elimar Kintzel wurde am 26. Juni 1908 in Spandau als Sohn des Lehrers Elimar Kintzel und der Klara Hockauff geboren. Nach dem Studium der Theologie in Berlin, Greifswald und Bethel und dem Examen vor der Prüfungskommission der Bekennenden Kirche von Berlin-Brandenburg wurde er Vikar in Lietzen Kr. Lebus. Nach dem Predigerseminar in Elberfeld wurde er Vikar in Görlsdorf. Der Ordination folgte 1939 die Übernahme der zweite Pfarrstelle in Sternberg Nm. 1939 heiratete er in Lietzen (kirchlich in Neuentempel) die aus Gunzenhausen in Mittelfranken stammende Rosl Faulstich (1910–2001; zuvor Hauslehrerin in Komturei Lietzen). Nach seiner Einberufung im Sommer 1940 kam Elimar Kintzel nur noch im Urlaub nach Sternberg. Dort wurden zwei Töchter und am 9. Januar 1945 ein Sohn Thomas geboren, der gleich nach der Geburt wieder verstarb. Rosl Faulstich verließ Sternberg am 30. Januar 1945 kurz vor der Einnahme durch die Rote Armee. Elimar Kintzel war nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft in Fischbach bei Nürnberg, Weißenburg in Bayern und Würzburg als Pfarrer tätig. In Würzburg verstarb er am 27. November 1994. Während ihrer Zeit in Sternberg bewohnte die Familie Kintzel eine Wohnung in der Bahnhofstraße.

Das Haus ist das mittlere von dreien, im Hintergrund rechts ist der Kirchturm zu erkennen.

Abgelegt unter: Brandenburg, Familienforschung Röhling, Familienforschung sonstige
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Die christlichen Kirchen des Heiligen Landes

Donnerstag, 21. August 2008 9:56 am

Im Jahre 1999 habe ich während eines Praktikums bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Jerusalem ein Analysepapier mit dem Titel “Die christlichen Kirchen des Heiligen Landes und Ihre Rolle in Israel und Palästina” geschrieben. Zwar ist es inzwischen in vielen Aspekten veraltet, und die Situation der dortigen Christen ist angesichts des andauernden israelisch-palästinensischen Konfliktes gewiß nicht besser geworden, um es einmal vorsichtig auszudrücken, aber ich dachte, daß es trotzdem eine gute Idee sei, es auch weiterhin im Internet verfügbar zu machen: http://www.markus-roehling.eu/wp-content/kirchen.pdf

Abgelegt unter: Dies und das
Posted By: Markus

Gesucht: Nachkommen Marschall

Mittwoch, 20. August 2008 4:37 pm

Unter http://www.ogygia.de/genpriv/suchlist.htm hatte ich bisher eine Suchliste mit sogenannten “Toten Punkten” veröffentlicht (letzter Stand: 10. März 2003). Über die meisten dort gesuchten Personen habe ich inzwischen entweder mehr in Erfahrung gebracht oder die Fragen neu formuliert und in diesem Tagebuch erneut veröffentlicht (insbesondere zur Familie Heßling). Aktuell ist nach wie vor der folgende Punkt:

Gesucht werden Verwandte von Helene Marschall (* Graudenz am 18. September 1841, + Weimar am 20. Juni 1924). Sie war die Tochter des 1869 bereits verstorbenen Rechnungsrats Johann Ernst Marschall und heiratete in Brandenburg a/H am 21. Oktober 1869 Alexis Wackermann (* Arnswalde Nm. am 9. März 1835, + Berlin am 18. Februar 1897, zuletzt Oberstleutnant a.D.), einen Vetter meiner Urgroßmutter Adelheid Röhling geb. Wenzel. Das Ehepaar hatte ein einziges Kind, dieTochter Margarethe (* Frankfurt a/O. am 14. August 1870, + Weimar am 25. Februar 1941).

In der Todesanzeige von Helene Wackermann geb. Marschall wird sie von den Hinterbliebenen als Mutter, Tante und Großtante bezeichnet, als Wohnorte sind Weimar, Friedenau, Eisenach und Luzern angegeben. Als 1941 Margarethe Wackermann unverheiratet starb, wird der Tod im Namen aller Hinterbliebenen von Erna Sigleur-Richter angezeigt. Margarethe Wackermann wurde im Erbbegräbnis auf dem Friedrichwerderschen Kirchhof in Berlin beigesetzt, dorthin wurde auch ihre Mutter umgebettet. Im Jahre 1870 sind als Verwandte u.a. genannt: Frau Rechnungsräthin Marschall und Herr Kaufmann Marschall, beide aus Brandenburg a/H.

Ich kann hier bisher lediglich ergänzen, daß Alexis Wackermann und Helene Marschall eine weitere Tochter hatten, Elsa, die 1878 geboren wurde und 1893 starb. Sie wurde am 6. Dezember 1893 auf dem Friedrichwerschen Kirchhof in der Bergmannstraße beigesetzt. Ihre Eltern und ihre Schwester ruhen in dem selben Grab (EHW-A3-117), das auch noch in Teilen erhalten ist.

Abgelegt unter: Berlin, Brandenburg, Familienforschung Röhling, Friedhöfe
Posted By: Markus
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