La gare des aïeux

Ein Netztagebuch zu Familienforschung, Verkehr und allem anderen

Solarkirche

Sonnabend, 22. November 2008 8:41 pm

Manchmal ergänzen sich Familienforschung und Politik ideal. So konnte ich am letzten Wochenende nicht nur an einem Treffen der Fördermitglieder der Europäischen Grünen Partei am Rande der BDK in Erfurt teilnehmen und am Sonntag mit Verwandten einen Ausflug auf den Großen Inselsberg machen, sondern auch davor und danach während eines Forschungsauftrages in Riethnordhausen die dortige Kirche mit ihrem Solardach besichtigen:

Näheres über das Solardach findet sich unter http://www.dbu.de/projekt_15504/05_db_1036.html

Abgelegt unter: Dies und das, Familienforschung allgemein, Politik
Posted By: Markus

Onkel Otto und die NPD

Donnerstag, 13. November 2008 4:45 pm

Häufiger schon hat mir jemand geschrieben, der in meinem blog Informationen zu meinen Vorfahren und Verwandten gefunden hatte, und auf diese Weise habe ich manches Neue über Familienmitglieder erfahren. Manchmal melden sich aber die falschen Leute.

So erhielt ich in der letzten Woche eine e-mail von Mathias Rochow, u.a. früherer Bundesgeschäftsführer der Jungen Nationaldemokraten, jetziges Mitglied des Kreisvorstandes der NPD in Dresden und auch sonst einschlägig bekannt.

Wie das kommt? Nun, Onkel Otto war während seines Studiums in Greifswald (1860–1862) in der dortigen Burschenschaft Rugia aktiv, in der auch Rochow Mitglied war. Zwar wurde er nach den Angaben der Wikipedia inzwischen dort ausgeschlossen, aber denic verzeichnet ihn immer noch als Domaininhaber und administrativen Ansprechpartner der Internetseiten der Rugia. Und von den Seiten der Rugia führt ein link zu den Seiten der Burschenschaft Dresdensia-Rugia, die nun eindeutig für ihre rechtsextreme Ausrichtung bekannt ist. Z.B. gehört laut Telepolis zu ihren alten Herren auch Jürgen Gansel, der u.a. Mitglied des Parteivorstandes der NPD und Abgeordneter im Sächsischen Landtag ist.

Nach seinen Angaben ist Rochow für die Bearbeitung der Stammrolle der Rugia zuständig. Diese wurde bereits 2006 veröffentlicht (Rugia-Album und Stammrolle der Greifswalder Burschenschaft Rugia : 1856 - 1936 ; [zum 150. Stiftungsfeste 2006]. Hg.: AHV der Greifswalder Burschenschaft Rugia. [Red.: Jens Carsten Claus]. - Greifswald: Eigenverl., 2006). Von Herrn Claus hatte ich bereits in der Woche zuvor eine e-mail bekommen.

Man denkt, Familiengeschichte sei eine verstaubte Tätigkeit in Archiven oder am Schreibtisch, aber Geschichte ist eben nie unpolitisch. Immerhin wurde ich auf diese Weise darauf aufmerksam, daß es seit September einen Wikipedia-Artikel über Onkel Otto gibt.

Zur Illustration des Themas Burschenschaft noch ein Bild:

Es ist nach einem Stempel auf der Rückseite eine “Amateurphotografie von Alfred Schröder” und wurde 1900 in Ottendorf-Okrilla aufgenommen. Es zeigt (v.l.n.r): Fritz Kleikamp (Bruder von Gustav Kleikamp), die Mutter von Fritz und Gustav Kleikamp, Adelheid Kleikamp geb. Wenzel (Tochter von Onkel Otto) und Gustav Kleikamp (Ehemann von Adelheid Wenzel).

Nach dem Aussehen der Dargestellten möchte man meinen, daß es nicht die erste Flasche hiervon war:

Leider kann ich das Etikett nicht richtig lesen, es scheint “Voester Jesuiten[…]” oder ähnlich zu lauten.

Abgelegt unter: Familienforschung Röhling, Politik
Posted By: Markus

Skurriles zum Kriegsende

Dienstag, 11. November 2008 10:14 pm

Nicht nur in Douaumont und Ville-devant-Chaumont, sondern auch an vielen anderen Orten wurde heute des 90. Jahrestages des Waffenstillstandes von Compiègne in würdiger Form gedacht.

In Berlin vermeldet der Tagesspiegel anläßlich des 90. Jahrestages des Kriegsendes, daß “Kadaverköpfe, bei denen es sich vermutlich um Schafsköpfe handelte”, vor einem Gefallenendenkmal in Charlottenburg entdeckt wurden. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.

In Polen hingegen ereignen sich ähnliche Skurrilitäten auf höchster Ebene, wie u.a. Le Monde berichtet. Zwar waren bei den Feierlichkeiten anläßlich des 90. Jahrestages des Waffenstillstandes und der Wiedererlangung der polnischen Unabhängigkeit unter anderem die Präsidenten Afghanistans und der Ukraine anwesend, zur Gala war aber der frühere polnische Präsident Lech Wa??sa von dem gegenwärtigen Präsidenten Lech Kaczynski nicht eingeladen worden. Ministerpräsident Donald Tusk wiederum war zwar eingeladen, ist aber nicht gekommen.

Abgelegt unter: Dies und das, Berlin, Politik
Posted By: Markus

Delfino Borroni

Sonnabend, 8. November 2008 11:55 pm

Am 26. Oktober 2008 starb Delfino Borroni, der letzte noch lebende italienische Teilnehmer des Ersten Weltkrieges. Es bleiben jetzt noch ein amerikanischer und drei englische Veteranen übrig.

Abgelegt unter: Dies und das
Posted By: Markus
 

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