La gare des aïeux

Ein Netztagebuch zu Familienforschung, Verkehr und allem anderen

“Als Zweite von uns Dreien”

Sonnabend, 3. November 2007 7:46 pm

Viel mehr war gestern zunächst auf den drei Grabsteinen dieser Grabstätte auf dem Berliner Neuen Garnisonfriedhof am Columbiadamm nicht zu lesen:

Die Worte machten mich aber neugierig. Nach dem Wegräumen von ein wenig Laub ließen sich die Texte auch vollständig lesen, so auf dem ersten Grabstein:

Hier ruht in Gott unsere liebe unvergeßliche Schwester Beppina Tominich geb. Zampa. Berlin 1973.

Und auf dem Zweiten:

Als Zweite von uns Dreien hat Gott nun auch meine Schwester Wilma Naumann geb. Zampa abberufen. Sie entschlief am 3 Nov. des gleichen Jahres. Berlin 1973.

Schließlich auf dem Dritten:

Hier ruht in Frieden Maria die Letzte der Familie Zampa. Berlin 1982.

Zusammen wirken diese drei Texte zwar ein wenig skurril, haben aber im Unterschied zu vielen anderen furchtbar nichtssagenden und einfallslosen Grabsteininschriften etwas recht Persönliches und lassen manche Frage entstehen: Warum erfährt man so gar nichts über die Männer der beiden zuerst verstorbenen Schwestern? Warum ruht Beppina in Gott, Maria aber in Frieden? Was heißt “die letzte der Familie Zampa”? Und wer kümmert sich dann um das offensichtlich gepflegte Grab?

Abgelegt unter: Berlin, Gefunden, Friedhöfe
Posted By: Markus

One Comment


  1. Sabine

    Vielleicht sind dies die Töchter des großen Zampano, deren Gräber natürlich schon aus kulturellen Gründen gefplegt werden wollen. Ein sehr persönliches und eindrückliches Geschwisterpaar, das hier seine Ruhestätte gemeinsam der Öffentlichkeit präsentiert.

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