Ein Onkel in Paris
Eher zufällig wurde ich dank Google kürzlich darauf aufmerksam, daß offenbar ein Vetter zweiten Grades (und gleichzeitig Stiefvetter ersten Grades) meines Großvaters in Paris ansässig war. Es handelt sich um Egon Heßling.
Er gab mit seinem Bruder Waldemar vor dem Ersten Weltkrieg auf Deutsch und Französisch Werke wie “Le vieux Paris. Son architecture & ses monuments” oder “Le mobilier Louis XIV au Louvre et au Musée des arts décoratifs” heraus, die teilweise beim Berliner Verlag des Vaters Bruno Heßling oder anderen Verlagen, teilweise aber auch bei der Librairie E. Hessling in Paris erschienen.
Die Buchhandlung scheint auch noch nach dem Ersten Weltkrieg bestanden zu haben. Unter http://www.georgeglazer.com/prints/aanda/interiors/hessling.html wird jedenfalls das Buch “Vorbilder im Empire-Stile Innenausstattung und Möbel” von Waldemar Hessling mit der Angabe “Librairie E. Hessling, 13, Rue Jacob, Paris: c. 1920s” angeboten.
Dies ist dieselbe Adresse, die auch in dem mir vorliegenden, 1912 erschienenen Band 3 (”Styles Henri II, Henri III et Henri IV”) von “Le vieux Paris” angegeben ist:
Der Band enthält übrigens Heliogravüren in wundervoller Qualität, die viele heutige Bildbände alt aussehen lassen.
Unter http://www.freepatentsonline.com/1919698.html stieß ich auch noch auf ein Patent aus den USA für Waldemar Heßling vom July 1933 für einen “Apparatus for the agglomeration of solid carbon dioxide”, mit dem ich mich aber noch nicht näher beschäftigt habe.
Abgelegt unter: Familienforschung RöhlingPosted By: Markus