La gare des aïeux

Ein Netztagebuch zu Familienforschung, Verkehr und allem anderen

Fahrpreisnacherhebung (II)

Sonnabend, 6. Februar 2010 4:23 pm

Nach zweieinhalb Monaten bekam ich jetzt Post wegen meiner “Fahrpreisnacherhebung“. Das Schreiben beginnt wie folgt: “Sie wurden am 15.11.2009 auf der Strecke von Emden nach Berlin ohne gültige Fahrkarte angetroffen.” Man teilt mit darin ferner mit, daß “mein Vorgang” “bereits[!!!]” bearbeitet würde. Allerdings benötige man noch eine gut lesbare Kopie meiner Bahncard. Weiter heißt es: “Für den Zeitraum bis zum Eintreffen dieser Unterlagen, spätestens bis zum 16.02.2010, setzen wird unsere Forderung an Sie aus”. Wie nett.

Dabei habe ich meine Bahncardnummer bereits am 15. November 2009 mitgeteilt. Dann dürften Sie ja wohl auch problemlos an den Rest der Angaben kommen. Was Datenschutz bei der Bahn wert ist, wissen wir ja spätestens seit dem Rücktritt von Herrn Spähdorn.

Ich habe aber trotzdem eine Kopie hingeschickt. Mit der “guten Lesbarkeit” ist das aber leider so eine Sache, mit schwarzer Schrift auf dunkelgrau-silbernem Untergrund.

Die Fahrpreisnacherhebung gehört übrigens zur DB Vertrieb GmbH, deren Aufsichtsratvorsitzender Herr Homburg ist. Das ist einer von denen, die die Berliner S-Bahn zugrunde gerichtet haben.

Abgelegt unter: Berlin, Politik, Verkehr
Posted By: Markus

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